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Banken zeigen sich zufrieden mit dem Jahr 2012

Berlin Die jüngste Entspannung in der Euro-Krise und die solide Inlandskonjunktur stimmen die deutschen Banken zuversichtlich.

Nach Ansicht des Hauptgeschäftsführers des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) entwickelte sich im Kampf gegen die Staatsschuldenprobleme im Jahr 2012 «vieles überraschend positiv». Die Lage sei besser als zum Jahresbeginn gedacht, sagte Michael Kemmer am Samstag im Deutschlandfunk. Als besonders wichtig bezeichnete er die neuen Hilfen der Euroländer für Griechenland. «Die Solidargemeinschaft hat gehalten», sagte er. Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), Krisenstaaten durch Anleihenkäufe zu stützen, habe zu einer Beruhigung der Märkte geführt. Allerdings müssten die betroffenen Staaten die dadurch gewonnene Zeit nun nutzen, um ihre Strukturreformen voranzutreiben. Fortschritte mancher Regierungen seien ein «Silberstreifen am Horizont», aber noch nicht ausreichend. «Da gibt es schon noch einiges zu tun», sagte Kemmer weiter. Seinen Worten zufolge drohen von Griechenland und Zypern keine Gefahren für die deutschen Banken. Deren Forderungen an diese beiden Länder seien sehr gering. Der Hauptgeschäftsführer des BdB zog zugleich ein zufriedenes Fazit für die Branchenentwicklung in diesem Jahr. «Die Lage für die Banken war im Jahr 2012 alles in allem positiv gewesen», sagte er. Dies liege vor allem daran, dass die Risikovorsorge wegen der guten inländischen Konjunktur niedrig geblieben sei. Insgesamt habe die Stabilität des Sektors zugenommen. «Die Banken haben im Vergleich zu den kritischen Jahren 2008/2009 enorm an Kapital zugelegt», sagte Kemmer. Die Regulierung bleibe zwar eine «Dauerbaustelle», hier habe es aber bereits einschneidende Schritte in erheblichem Umfang gegeben.

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