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Andy Rihs legt Finanzinstrument zum Verkauf von Sonova-Aktien auf

Andy Rihs unternimmt einen erneuten Anlauf zum Verkauf von Sonova-Aktien: Der Grossaktionär des Hörgerätekonzerns hat ein derivatives Finanzinstrument abgeschlossen.

Nach drei Jahren kann Rihs bis 500'000 Sonova-Aktien innerhalb eines nach unten und oben begrenzten Preisrahmens verkaufen. Rihs sichere sich dadurch die Finanzierung seiner privaten Aktivitäten im Velo-, Hotel- und Immobilienbereich sowie in verschiedenen Startup-Projekten, liess er am Dienstag mitteilen. Die gleiche Absicht hatte Rihs nach eigenen Angaben bereits im März gehegt. Am 8. März verkaufte er, damals noch Verwaltungsrats- Präsident des Hörgeräteherstellers, Sonova-Aktien zum Preis von 37,5 Millionen Franken. Rund eine Woche später gab Sonova eine Gewinnwarnung heraus. Gleichentags kam ans Licht, dass kurz vor der Gewinnwarnung Mitglieder von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat mit Aktien- und Optionenverkäufen noch Kasse gemacht hatten. Alleine in den letzten zwei Wochen vor der Gewinnwarnung verkauften sie Aktien und Optionen ihres Unternehmens im Wert von über 47 Millionen Franken. Verdacht auf Insiderhandel Die Dissonanzen lösten ein grosses Echo aus: Die Aktie stürzte an jenem Tag um über 20 Prozent ab. Und die Vermutung kam auf, die Spitzenleute hätten von der Gewinnwarnung gewusst und noch rechtzeitig ihr Scherflein ins Trockene gebracht. Die Staatsanwaltschaft Zürich und die Schweizer Börse SIX eröffneten Untersuchungen. Andy Rihs trat in der Folge als VR-Präsident von Sonova zurück. Er beteuerte jedoch vor den Medien, zum Zeitpunkt des Verkaufs seiner Aktien nichts von der Gewinnwarnung gewusst zu haben. Weiter kaufte Rihs Anfang April die Sonova-Aktien zurück. Diese waren unterdessen statt 37,5 Millionen Fr. noch rund 25,2 Millionen Fr. wert. Gemäss einer Meldung von Anfang Oktober 2010 besitzt Andy Rihs 9,6 Prozent an Sonova.

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