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Alternativen zu Google Maps und den fehlerhaften Karten von Apple Landkarten für jeden Anspruch Von Kurt Haupt, sda/MID Hintergrund

Apple muss für die Fehler den neuen Landkarten- und Navigationslösung für iPhones und iPads viel Kritik einstecken.

Kartenkönigin Google-Maps gilt zwar als Referenz, ist aber keinesfalls die einzige oder beste Kartenlösung. Landkarten wurden bereits vor Jahrhunderten in Tontafeln und Knochen geritzt, dann in Kupferdruckplatten gestochen und werden heute in Millionenauflagen gedruckt. Allerdings verdrängen PCs, Tablets, Navigationsgeräte und Smartphones zunehmend das Papier. Innert Sekunden sieht man auf dem Bildschirm einen aktuellen und passenden Kartenausschnitt statt wie bisher mit riesigen, meist veralteten Papiermonstern zu hantieren. Dass aber auch digitale Karten eine Kunst sind, musste der iPhone- Hersteller schmerzhaft erfahren, als er auf seinen Smartphones die bewährte Lösung von Google durch eigene Karten und Navigationslösungen ersetzte. Bei Apple befinden sich Ortschaften im Meer, Bahnhöfe verwandeln sich in Parkanlagen und Autobahnen enden an Abgründen. In Blogs wie theamazingios6maps.tumblr.com werden unzählige Beispiele von misslungenen Karten gesammelt. Apples Probleme zeigen aber auch, dass hinter den ausgereiften Kartenwerken des Konkurrenten Google die Arbeit von Hunderttausenden Helfern steckt. Dazu gehören nicht nur die Entwickler, von denen übrigens ein wichtiger Teil in Zürich arbeitet, sondern auch Nutzer. Diese ergänzen die Karten von Google-Maps mit zusätzlichen Daten wie Adressen, Fotos, Empfehlungen und anderen Tipps. Verkehrsbetriebe und Bewegungsdaten der Nutzer fliessen ebenfalls ein. Dadurch findet man nicht nur die schnellste staufreie Autoroute sondern auch die beste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Besser als Google Für viele Anwendungen ist aber Google nicht die beste Lösung. Beispielsweise finden sich bei bing.com/maps von vielen Regionen Luftaufnahmen, bei denen man ein Gebäude von vier unterschiedlichsten Himmelsrichtungen betrachten kann. Auch map.search.ch übertrifft Google mit teils aktuelleren Luftaufnahmen, präziseren Adressangaben oder einfach umfangreicheren Zusatzinformationen. So werden dort Parkhäuser nicht nur angezeigt, sondern man sieht auch sofort, wo noch freie Plätze verfügbar sind. Autofahrer schätzen die Karten von map.tomtom.com besonders. Diese werden vom gleichnamigen Hersteller von Navigationsgeräten gepflegt und enthalten nicht nur aktuelle Stauinformationen, sondern berechnen Fahrzeiten auch unter Berücksichtigung des zu erwartenden Verkehrsaufkommens. Unübertreffliche Swisstopo In der Präzision unübertroffen sind die Karten, welche unter map.geo.admin.ch kostenlos angeboten werden. Hier bürgt die Schweizerische Eidgenossenschaft, beziehungsweise das Bundesamt für Landestopografie, für Präzision. Die Karten können in gewohntem Papier-Design an PC oder Mobilgeräten erforscht und ausgedruckt werden. Bevorzugt man die Vogelschau, lässt sich die grafische Karte stufenlos in eine Luftaufnahme überblenden. Die Webseite ist ein riesiger Informationsschatz. Klickt man beispielsweise rechts im Register «Infrastruktur und Kommunikation, Verkehrsnetze» auf den Eintrag Wanderwege, werden auch diese in die Karte eingeblendet. Zusätzlich kann man Karten mit Zeichnungen ergänzen, vermessen und Kartenausschnitte per E-Mail versenden. Noch eine Stufe weiter gehen die Geoinformationssysteme von Kantonen und Gemeinden. Auf geoinfo.ch sind unter dem Eintrag «Online-Geoportale» die Karten von Gemeinden aufgelistet. Dort lässt sich dann beispielsweise für ein Haus anzeigen, ob die Dachneigung für Solarenergie geeignet ist oder an welchen Wochentag die Abfallentsorgung stattfindet. Historische Karten digital Ein optischer Leckerbissen ist das 3D-Geoportal des Kantons Appenzell-Ausserrhoden, wo man vogelgleich um einzelne Häuser «herumfliegen» kann. Will man lieber staunen, wie die Schweiz im 16 Jahrhundert gesehen wurde, empfehlen sich historische Karten. Eine kleine Sammlung solcher Kunstwerke findet sich bei zumbo.ch/maps. Wer stattdessen Karten erleben will, dem sei ein Besuch bei schweizmobil.ch empfohlen. Gegen eine Jahresgebühr von 30 Franken darf man sich einfach am PC aus tausenden Wander-, Velo- und Skaterouten seine persönliche Strecke zusammenklicken. Als Resultat erhält man nicht nur eine druckbare Karte, sondern auch Höhenprofil und Zeitschätzungen für die Tour. Eine kostenlose aber weniger komfortable Alternative findet sich bei gps-tracks.com.

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