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Allianz wächst in der Schweiz dank der dritten Säule

Der Versicherer Allianz Suisse hat im ersten Halbjahr im Leben-Geschäft dank der beruflichen Vorsorge für kleinere und mittlere Unternehmen die Einnahmen gesteigert.

Im Sachgeschäft häuften sich Lasten aus Naturkatastrophen an, die im zweiten Halbjahr noch grösser ausfallen werden. Das Prämienvolumen stieg um 3,6 Prozent auf knapp 3 Milliarden Franken. Die Tochter des deutschen Versicherungsgiganten Allianz berichtete am Mittwoch von einer hohen Nachfrage nach so genannten Vollversicherungslösungen in der Lebensversicherungssparte in den ersten sechs Monaten des Jahres. Die Unterdeckung vieler vor allem kleiner Pensionskassen führt dazu, dass sich mehr und mehr Unternehmen für eine Vollversicherung für ihre Beschäftigten entscheiden. Indem sich die Vorsorgeeinrichtungen einem grossen Versicherer anschliessen, müssen die Firmen gewisse Risiken nicht mehr selbst tragen. Sturm, Frost und Hagel Im Sachgeschäft gelang der Allianz Suisse dank Motorfahrzeugversicherungen und Versicherungen für Bauvorhaben und Maschinen eine leichte Prämiensteigerung. Naturereignisse wie der Wintersturm Andrea, Frostschäden im äusserst kalten Februar und die Hagelzüge im Juni prägten das Halbjahr für die Sparte. Die entsprechende Belastung beziffert der Versicherer auf 30 Millionen Franken. Aufgrund von positiven Effekten aus der Abwicklung von Vorjahres-Schäden verschlechterte sich das Schaden-Kosten-Verhältnis aber nur leicht: Die Combined Ratio - Kosten und Schadenleistungen gemessen am Prämienvolumen im Sachgeschäft - stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 91,9 Prozent. Für das zweite Halbjahr rechnet die Schweizer Allianz-Tochter allerdings mit deutlich höheren Lasten: Allein die Juli-Unwetter mit Hagel und Überschwemmungen bescherten dem Versicherer Kosten (vor Rückversicherung) von 47 Millionen Franken. Operativer Gewinn steigt Im Geschäftsbetrieb erreichte die Allianz Suisse einen leichten Zugewinn. Das Betriebsergebnis stieg um 1,9 Prozent auf 178,1 Millionen Franken, wie weiter mitgeteilt wurde. Die Lebenversicherungen erreichten dank stabilem Anlageergebnis eine Steigerung des Reingewinns um 3,5 Prozent auf 38,1 Millionen Franken. Im Sachgeschäft erwiesen sich die Anlagen als weniger gewinnförderlich: Das Ergebnis fiel um fast ein Fünftel auf 85,4 Millionen Franken, weil Anlageverkäufe aufgrund der schwierigen Lage an den Finanzmärkten nicht realisiert wurden.

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