Japan rechnet mit Kosten von 200 Milliarden Euro für Wiederaufbau

Erdbeben

Tokio Für den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan sind nach neuen Schätzungen der Regierung etwa 23 Billionen Yen (gut 204 Milliarden

Euro) nötig. Das ist mehr als bisher gedacht. Von dieser Summe sollten 19 Billionen Yen in den kommenden fünf Jahren ausgegeben werden, berichteten am Donnerstag übereinstimmend mehrere Tageszeitungen des Landes. Um diese Mittel im Haushalt freizubekommen, plane die Regierung unter anderem Steuererhöhungen, den Verkauf von Staatsbesitz und Kürzungen bei staatlichen Leistungen. Bisher war die Regierung offiziell von Kosten von 16,9 Billionen Yen ausgegangen. Bei der Naturkatastrophe am 11. März wurden 22'000 Menschen getötet oder gelten seitdem als vermisst, ganze Landschaften sind verwüstet. Infolge von Erdbeben und Tsunami ereignete sich in Fukushima die grösste Atomkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren. Am Donnerstag teilten die Behörden mit, dass in verschiedenen Regionen des Landes weitere fast 850 Rinder entdeckt wurden, die offenbar mit radioaktiv verseuchtem Heu aus Fukushima gefüttert wurden. Damit sind jetzt schon rund 1500 Tiere betroffen. Am Dienstag hatte die Regierung den Verkauf von Rindfleisch aus der Präfektur Fukushima verboten.

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