Autoverkäufe in Japan 2011 wegen Erdbeben stark eingebrochen

Autoindustrie

Tokio Die Autoverkäufe in Japan sind im vergangenen Jahr aufgrund des Erdbebens und des nachfolgenden Tsunamis in dem Land stark eingebrochen.

Die Zahl der verkauften Neuwagen fiel 2011 um 16,7 Prozent auf 2,69 Millionen. Dies teilte die japanische Autohändler-Vereinigung am Donnerstag mit. Im April, dem Monat nach der Naturkatastrophe, war der Absatz demnach sogar um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen. Im Dezember hingegen lagen die Verkaufszahlen bereits wieder 23,5 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami hatten im März weite Landstriche im Nordosten Japans verwüstet. Fast 20'000 Menschen starben oder werden noch immer vermisst. Betroffen waren von der Katastrophe auch viele Zulieferfirmen der Autokonzerne, was die Produktion teils zum Stoppen brachte. Hinzu kam die Verunsicherung der Konsumenten durch die Ereignisse und die nachfolgende Atomkatastrophe in Fukushima. Doch auch zu Anfang des Jahres waren die Autoverkäufe bereits zurückgegangen. Grund war das Auslaufen einer staatlichen Kaufprämie für vergleichsweise umweltfreundliche Autos im September 2010, welche die Käufer zuvor in die Autohäuser getrieben hatte.

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