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Ägyptische CDS steigen auf 2-1/2-Jahres-Hoch

Frankfurt Die gewaltsamen Proteste gegen die Militär-Regierung mit zahlreichen Toten haben am Montag Furcht vor Zahlungsschwierigkeiten Ägyptens geschürt.

Die Absicherung eines 10 Millionen Dollar schweren Anleihepakets des Nil-Staates per Credit Default Swap (CDS) verteuerte sich um 60'000 auf 525'000 Dollar. Dies teilte der Datenanbieter Markit mit. Damit sind die ägyptischen CDS aber immer noch billiger als italienische CDS. Am Aktienmarkt baute der Kairoer Leitindex sein Minus aus und rutschte um 4 Prozent ab. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf 46 Prozent. Parallel dazu trennten sich Investoren am Montag von der Landeswährung. 1 Dollar verteuerte sich auf 5,989 ägyptische Pfund. Dies ist der höchste Stand seit Januar 2005. «Eine Kombination von Faktoren beeinflusst den ägyptischen Markt», sagte Schwellenland-Experte Dina Ahmad von BNP Paribas. «Die Gewalt am Wochenende, die Lage des Aussenhandels und die angegriffenen Devisenreserven der Zentralbank.» Die Frage sei nun, ob die Notenbank bei einer anhaltenden Kapitalflucht den Wechselkurs des ägyptischen Pfundes verteidigen könne. «Wir scheinen uns einem kritischen Punkt zu nähern», sagte Ahmad.

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