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Ägyptens Regierung mildert Einschränkungen bei Öffnungszeiten ab

Kairo Nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung, seitens des Detailhandels und der Tourismusbranche gegen Einschränkungen bei den Öffnungszeiten in Ägypten macht die Regierung nun Zugeständnisse.

Die Läden sollen ab dem 1. Dezember nicht mehr um 22 Uhr abends, sondern erst um Mitternacht schliessen müssen, Restaurants statt um Mitternacht erst um 2 Uhr morgens, wie Regierungschef Hischam Kandil am Montag auf seiner Facebook-Seite mitteilte. Die Regierung will mit den strikteren Vorgaben zum Laden- und Restaurantschluss Energie sparen. Entwicklungsminister Achmed Saki hatte die früheren Schlusszeiten im Oktober bekanntgegeben. Er sagte damals, wenn die Lichter früher ausgingen, könne das Land vor allem im Sommer viel Energie sparen. Die Strassen würden ruhiger, die Menschen könnten besser schlafen, die Strassenfeger könnten in Ruhe arbeiten. «Gibt es irgendwo ein Land, wo die Menschen die ganze Nacht lang aufbleiben? Man muss schlafen, um am nächsten Tag arbeiten zu können», hatte er den Kritikern entgegengehalten. Kritiker des neuen Ladenschlussgesetzes vermuteten auch religiöse Gründe: Die islamistische Regierung «will nicht, dass die Leute spät noch draussen sind. Die Frauen sollen zuhause bleiben», sagte eine Mutter von zwei Kindern in Kairo. Vor allem aber die Tourismusbranche protestierte: In Luxor oder Assuan würden die Touristen tagsüber die Museen und die Ausgrabungsstätten besichtigen und erst abends einkaufen. Deshalb dürften die Ladenöffnungszeiten nicht verkürzt werden.

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