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200 Millionen Menschen sind arbeitslos

Seit der Finanzkrise gibt es auf der ganzen Welt 30 Millionen mehr Arbeitslose. Die Internationale Arbeitsorganisation warnt vor einer weiteren Verschärfung der Situation.

Weltweite Krise: Arbeitssuchende in Spanien und den USA, Demonstranten gegen Stellenstreichungen in Italien.
Weltweite Krise: Arbeitssuchende in Spanien und den USA, Demonstranten gegen Stellenstreichungen in Italien.

Rund um den Globus sind nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) derzeit gut 30 Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der weltweiten Finanzkrise. Ein Drittel der insgesamt mehr als 200 Millionen Arbeitslosen weltweit ist unter 25 Jahre alt.

Und 40 Millionen Frauen und Männer ohne Job hätten aufgehört, nach einer Arbeit zu suchen, hiess es in einer heute veröffentlichten Rede des ILO-Chefs Guy Ryder, die dieser morgen vor dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Tokio halten will.

Tiefgreifender Schaden

Ryder, der am Donnerstag den Posten als ILO-Generaldirektor von Juan Somavia übernommen hatte, warnte vor einer Verschärfung der weltweiten Arbeitslosigkeit. Jedes Jahr strömten rund 40 Millionen Menschen neu auf den Arbeitsmarkt. Die Welt stehe deshalb auf Jahre hinaus vor «grossen und wachsenden Defiziten» bei der Schaffung von Arbeitsplätzen.

Auch wer eine Arbeit habe, verdiene oft nicht genug, um seinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten, kritisierte der ILO-Chef. 900 Millionen Beschäftigte verdienten weniger als nötig wäre, um sich und ihren Familien ein Leben oberhalb der Armutsgrenze zu ermöglichen. Der Schaden durch weltweite Sparmassnahmen infolge der Finanzkrise sei tiefgreifender als angenommen.

(SDA)

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