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Innovation in ThunWirtschaft und Bildung gehen Kooperation ein

Der Wirtschaftsraum Thun und die Höhere Fachschule für Tourismus vereinbaren eine Zusammenarbeit. Sie streben eine stärkere Vernetzung von Wirtschaft und tertiärer Bildungsstufe an.

Die Stadt Thun in der Dämmerung aus der Vogelperspektive. Der Tourismus und die Wirtschaft sollen neu noch stärker zusammenarbeiten.
Die Stadt Thun in der Dämmerung aus der Vogelperspektive. Der Tourismus und die Wirtschaft sollen neu noch stärker zusammenarbeiten.
Foto: Christoph Gerber

Die Höhere Fachschule für Tourismus (TFBO) ist eine von drei Bildungsinstitutionen auf tertiärer Stufe in Thun. Um den Wirtschaftsstandort Thun möglichst attraktiv zu gestalten, «ist der Wirtschaftsraum Thun (WRT) an einem starken Bildungsangebot interessiert», wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung von TFBO und WRT heisst. Die TFBO ihrerseits lanciert ab November gemeinsam mit der Wirtschafts- und der Hotelfachschule Thun ein Weiterbildungsangebot in agilem Projektmanagement.

Nun sind der WRT und die TFBO eine Kooperation eingegangen. Dadurch könne die tertiäre Bildungsstufe der Region gestärkt werden. «Eine enge Vernetzung der Bereiche Wirtschaft und Bildung soll dazu beitragen, die Studierenden frühzeitig auf gegenseitige Abhängigkeiten und unternehmerische Bedürfnisse zu sensibilisieren sowie das unternehmerische Denken zu fördern», sagt WRT-Geschäftsführer Stefan
Otziger.

Städtischer und alpiner Tourismus

Aufgrund ihres Standortes in Thun könne die TFBO das vielfältige regionale Angebot an der Schnittstelle zwischen städtischem und alpinem Tourismus wirkungsvoll in den Lernstoff integrieren. Tourismusprofi Stefan Otz hat die Bildungsinstitution kürzlich übernommen und sagt: «Wir wollen das regionale Netzwerk stärken und können dank der Zusammenarbeit mit dem WRT unsere fundierte und praxisnahe Weiterbildung im Tourismus noch bekannter machen.» Der Tourismus bleibe trotz Covid-19 eine Wachstumsbranche und werde sich wieder erholen. Für den Aufschwung würden ausgebildete Tourismusfachleute benötigt, die passende Produkte zu entwickeln vermögen.

Bekanntheitsgrad erhöhen

Der Lehrgang zum Dipl. Tourismusfachmann/-frau HF, der in Thun angeboten wird, adressiert vor allem Personen aus den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg sowie aus dem Oberwallis. «Für den Wirtschaftsraum Thun bietet sich dadurch die Chance, vermehrt auf der nationalen Landkarte wahrgenommen zu werden», steht in der Mitteilung. Zudem würden neue Studierende in der Region aufgenommen; der Bekanntheitsgrad werde grösser.

Neben der Verbreitung des TFBO-Bildungsangebots wird der WRT im Rahmen der Kooperation künftig jährlich einen Preis für die beste Diplomarbeit der TFBO-Studierenden vergeben. «Dadurch unterstützt der WRT die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus», heisst es.