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«Wir werden städtischer»

Ein Bahnhof für das neue Quartier Stigli-Spinsmatte: Andreas Hegg 2013 bei der Eröffnung der Haltestelle Lyss-Grien.

Andreas Hegg, Lyss begrüsste im August bereits den 15000. Einwohner. Steht für Sie als Gemeindepräsident das Wachstum über allem?

Sie geben das Stichwort: Für den vorletzten 5'000er-Schritt brauchte Lyss von etwa 1950 bis 1995, also gegen 50 Jahre. Für den Schritt vom 10'000. zum 15'000. Einwohner dagegen nur noch gut 20 Jahre.

Inwiefern?

Häufig läuft es umgekehrt. Die Gemeinden möchten sich stärker entwickeln, und der Kanton bremst. Wieso war es bei Lyss anders?

Aktuell sind in Lyss rund 518 Hektaren überbaut. Die 14 Hektaren – rund 20 Fussballfelder – wären also nicht allzu viel gewesen.

Dazu kommt die neue Siedlung im Gebiet Stigli-Spinsmatte.

Und mit neuem, eigenem Bahnhof Lyss-Grien.

Das Bauland ist verbraucht, wie geht es nun weiter?

Was macht Lyss als Wohnort eigentlich derart attraktiv?

Eine Rolle spielt wohl auch, dass die Agglomerationen von Biel und Bern mit ihren vielen Arbeitsplätzen in bequemer Pendlerdistanz liegen, und so­gar in die Ballungsräume von Zürich und Basel ist es nicht allzu weit.

Das allein wird Lyss kaum davor bewahren, zu einem anonymen, gesichtslosen Schlafdorf zu werden.

Und das allein motiviert die Leute, am öffentlichen Leben teilzunehmen?

Bei den Läden läuft die Entwicklung diesem Bestreben eher zuwider. Mit Migros und Coop zogen die beiden Grossverteiler vom Dorfkern weg an den Rand, das zuvor so lebendige Zentrum drohte auszusterben. Erst mit dem Zuzug des Discounters Lidl dreht der Wind jetzt vielleicht ein Stück weit.

... als Rest der alten Biskuitfabrik, die es in Lyss nicht mehr gibt. Haben die alteingesessenen Lysser mit diesen vielen Veränderungen nicht Mühe?

Mit all ihren Folgen.