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Durchzogenes Fazit«Wir haben das Playoff nicht verdient»

Unihockey Tigers Langnau sicherte sich mit dem 9:4-Erfolg über den UHC Thun den Ligaerhalt. Tigers-Goalie Jürg Siegenthaler blickt auf eine enttäuschende Saison zurück.

Tigers-Goalie Jürg Siegenthaler sagt: «Die Punktverluste gegen direkte Konkurrenten kosteten uns das Playoff.»
Tigers-Goalie Jürg Siegenthaler sagt: «Die Punktverluste gegen direkte Konkurrenten kosteten uns das Playoff.»
Foto: Andreas Blatter

Die Zielvorgabe der Tigers nach dem Scheitern im Cup-Halbfinal und dem Verpassen des Playoff war klar – den Ligaerhalt schnellstmöglich sichern. Am vergangenen Samstag in Thun (5:6 nach Verlängerung) wurde auch dieses Ziel verpasst. Einen Tag später bezwangen die Langnauer den UHC Thun (9:4) doch zum vierten Mal und beendeten so die Playout-Serie.

«Wir wähnten uns wohl in Sicherheit», erklärt Tigers-Goalie Jürg Siegenthaler die Situation, als die Emmentaler in Spiel vier in Thun 10 Minuten vor Ende 5:2 führten. Prompt bestraften die Oberländer die Nachlässigkeit der Langnauer und drehten die Partie noch. «Die Zusatzschlaufe war sicherlich ärgerlich und unnötig», sagt Siegenthaler. Der Torhüter spricht beim 9:4-Erfolg zu Hause von einem immerhin versöhnlichen Abschluss «einer verkorksten Saison».

Konstanz nie gefunden

Eine enttäuschende Saison ist es deshalb, weil die Tigers trotz einer guten Vorbereitung ihre Ziele – Cuptitel verteidigen und Playoff erreichen – verpassten. «Wir hatten uns alle mehr erhofft», sagt Siegenthaler und fügt an: «Aufgrund unserer Leistungen haben wir die Qualifikation für das Playoff schlicht nicht verdient.»

Zu inkonstant habe man über die ganze Meisterschaft hinweg agiert. «Letztlich kosteten uns die Punktverluste gegen direkte Konkurrenten das Playoff», analysiert der 30-Jährige. Zudem erlitten die Tigers in vielen Partien unerklärliche Einbrüche, in denen sie Gegentorfluten hinnehmen mussten.

Sinnbildlich dafür war das Heimspiel gegen Floorball Köniz gegen Ende der Qualifikation, als die Emmentaler bis zur 25. Minute 2:1 führten – und plötzlich innert 13 Minuten acht Tore kassierten. Gründe dafür sucht Siegenthaler: «Vielleicht haderten wir nach einem Gegentor zu viel. Ich denke aber, dass wir es nach Rückschlägen jeweils zu gut machen wollten.»

Als positiven Punkt hebt Siegenthaler die Jungen heraus. «Janis Lauber oder der erst 17-jährige Matteo Steiner haben sich bemerkenswert entwickelt.» Nächste Saison müsse das Ziels sein, sich wieder für das Playoff zu qualifizieren – mit Siegenthaler als Rückhalt der Langnauer.