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Krise der BLS«Wir haben 50 Prozent weniger Fahrgäste»

Subventionsaffäre, teure Fehler bei Bauprojekten und jetzt noch happige Verluste wegen Corona. BLS-Übergangschef Dirk Stahl im Interview.

Dirk Stahl hat aufgeräumt im Chefbüro der BLS nach Bernard Guillelmons Rücktritt. Seit November führt er den staatsnahen Konzern in der grössten Krise seiner Geschichte.
Dirk Stahl hat aufgeräumt im Chefbüro der BLS nach Bernard Guillelmons Rücktritt. Seit November führt er den staatsnahen Konzern in der grössten Krise seiner Geschichte.
Foto: Christian Pfander

Herr Stahl, wollen Sie nach dem Abgang von Bernard Guillelmon definitiv neuer BLS-Chef werden?

Nein, ich habe mich entschieden, die Führung nur während einer Übergangszeit zu übernehmen und dann zurück in die Funktion als Chef von BLS Cargo zu gehen.

Warum kandidieren Sie nicht?

Ich habe mein Herzblut im Güterverkehr und habe dort noch spannende Aufgaben. In den kommenden Monaten engagiere ich mich aber voll und ganz für die BLS.

Kommen Sie nicht infrage, weil Sie seit 2010 stellvertretender CEO sind und die Geschäftsleitung spätestens im März 2017 von den zu hohen Subventionsbezügen der BLS wusste, aber erst im Herbst 2019 handelte?

Nein, das denke ich nicht. Der Verwaltungsrat hat mir das Vertrauen ausgesprochen und mich gebeten, in der Phase des Übergangs das Unternehmen zu führen. Es ist jetzt wichtig, jemanden an der Spitze zu haben, der die BLS gut kennt. So stellen wir sicher, dass wir das Tagesgeschäft auch in dieser schwierigen Zeit weiter gut im Griff haben.

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