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Marathonläufer Adrian LehmannWieder diensttauglich

Adrian Lehmann kann die Spitzensportförderung der Armee wieder in Anspruch nehmen. Er befindet sich so finanziell in einer deutlich besseren Situation.

Adrian Lehmann ist über den Bescheid der Armee erleichtert.
Adrian Lehmann ist über den Bescheid der Armee erleichtert.
Foto: Manuel Zingg

Im Spätherbst 2019 wurde Adrian Lehmann, mit 30 Jahren als Marathonläufer im besten Alter, für militärdienstuntauglich erklärt. Dies wegen einer Psoriaris; einer Form von Rheuma. Obwohl er nach einer längeren Wettkampfpause bereits das Comeback gegeben hatte. Andere junge Männer hätten sich über einen solchen Bescheid trotzdem gefreut, für den Oberaargauer hatte er jedoch einschneidende Auswirkungen. Er verlor seinen Status als Spitzensportsoldat, konnte nicht mehr hundert Diensttage pro Jahr zu Trainingszwecken nutzen; entschädigt über Sold und Erwerbsersatz. Und er konnte nicht mehr die Infrastruktur in Magglingen und Tenero kostenlos nutzen.

Lehmann startete darauf ein Crowdfunding und konnte so den fehlenden Betrag aufbringen. Durch seinen Sportarzt liess er dazu ein neues Gutachten anfertigen und sprach nochmals bei der medizinischen Untersuchungskommission vor. Mit Erfolg. Lehmann ist ab sofort wieder diensttauglich, kann die Unterstützung der Spitzensportförderung in Anspruch nehmen. «Ich bin darüber sehr froh», sagt der Marathonspezialist. Er gehört nicht der Kategorie der Stars an, die sich problemlos ein Leben als Profiläufer finanzieren können. Jedes Jahr muss er schauen, dass genügend Mittel zusammenkommen. Als Spitzensportsoldat ist er nun wieder wesentlich besser gestellt.

Trainingslager im Engadin

Corona-bedingt wurde auch Lehmanns ursprüngliche Planung über den Haufen geworfen. «Ich hoffe, dass wir im Sommer im Engadin mit dem Nationalkader ein Trainingslager durchführen können», nennt er einen möglichen ersten Schritt Richtung Normalität. 2021 soll Olympia in Tokio stattfinden. Um daran teilnehmen zu können, muss der 30-Jährige seine persönliche Bestzeit von 2:15:08 Stunden allerdings erheblich auf 2:11:30 verbessern. «Ich weiss, was ich in letzter Zeit gemacht habe», schliesst er nicht aus, in diesen Bereich vorzustossen. Dazu kommt die Entwicklung im Bereich der Laufschuhe, die zu schnelleren Zeiten führen könnte. Zuerst müssen jedoch überhaupt erst wieder Wettkämpfe stattfinden. «Ich möchte jeweils persönliche Bestzeiten laufen, egal auf welcher Distanz ich antrete», sagt Lehmann.