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EssayWie uns Corona ins Dilemma treibt

Absurd und etwas unheimlich ist die Situation, in der wir uns befinden. Kantonsredaktorin Sandra Rutschi denkt übers Zurückschalten nach, wo wir doch lieber Gas geben möchten.

Kerzen auf dem Bundesplatz als Mahnwache für die Opfer der Corona-Pandemie.
Kerzen auf dem Bundesplatz als Mahnwache für die Opfer der Corona-Pandemie.
Foto: Susanne Keller

Advent, Advent. Samstags sind die Läden in der Berner Altstadt zum Bersten voll. Vor den Restaurants stehen die Leute Schlange. Und in den Skigebieten läuft die Saison an, obschon der letzte Winter gezeigt hat, welch fröhliches Tummelfeld ein Après-Ski-Lokal für das Coronavirus sein kann. Derweil stellen Aktivisten auf dem Bundesplatz Kerzen für Tausende an Corona Verstorbene auf, die Infektionszahlen steigen im Wochenschnitt wieder an, und in den Altersheimen ist das Pflegepersonal knapp.

Es ist eine absurde und etwas unheimliche Situation. Ein Spannungsfeld, in dem niemandem wohl ist. Der Bund oder der Kanton könnten für noch mehr Klarheit sorgen: mit strengeren Massnahmen und schärferen Einschränkungen des geschäftigen Treibens. Tun sie es aber, wie zum Beispiel bei Kulturveranstaltungen, ist die Empörung gross. Schliesslich geht es um Existenzen und die Gesundheit unseres Wirtschaftssystems.

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