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Geschlechtergerechte SpracheWie Sprache entscheidet, wer dazugehört

Heute heisst es, Frauen seien «mitgemeint» – dabei wurde die männliche Form «Schweizer Bürger» einst benutzt, um Frauen das Stimmrecht zu verweigern.

Frauen sind doch mitgemeint! Das war lange nicht der Fall. Das Bild zeigt Frauen an der Landsgemeinde in Stans, Kanton Nidwalden, am 26. April 1970.
Frauen sind doch mitgemeint! Das war lange nicht der Fall. Das Bild zeigt Frauen an der Landsgemeinde in Stans, Kanton Nidwalden, am 26. April 1970.
Foto: Keystone

Führen Gegnerinnen und Gegner geschlechtergerechter Sprache ihre Argumente ins Feld, fällt früher oder später der Satz: «Frauen sind doch mitgemeint!» Frauen, so das Argument, haben keinen Grund, auf geschlechtergerechte Sprache zu beharren – denn sie dürften sich ebenfalls angesprochen fühlen, wenn im Stelleninserat nach einem «Informatiker» gesucht wird, wenn im Mail «Liebe Kollegen» steht oder im Zeitungsartikel von «Politikern» die Rede ist. Diese Verwendung der maskulinen Form für männliche und weibliche Personen wird als generisches Maskulinum bezeichnet. Sie ist eine Eigenheit der deutschen Sprache.

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