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LeserreaktionenWie sollen die überrissenen Löhne gerechtfertigt sein?

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Der Lohn von Nick Hayek, CEO Swatch Group, wird von den Lesern kritisiert.
Der Lohn von Nick Hayek, CEO Swatch Group, wird von den Lesern kritisiert.
Foto: Keystone

Zu «Die Cheflöhne sinken»

Organisieren einer Spendensammlung

Nick Hayek verdient nur noch 6,2 Millionen, Suzanne Thoma nur noch 1,8 Millionen Franken. Man sollte unbedingt eine Spendensammlung organisieren für diese armen Menschen.

Peter Spycher, Mosseedorf

«Leute werden die Anstellung verlieren, und viele Familien kommen in
finanzielle
Engpässe.»

Peter Dürrenmatt, Langenthal
Zu «Die Cheflöhne sinken»

Wie sollen die überrissenen Löhne gerechtfertigt sein?

Da haben wir das Coronavirus aus gesundheitlicher Ansicht vielleicht knapp überstanden. Gleichzeitig publizierte diese Zeitung zum wiederholten Male die Tabellen mit den Löhnen der Konzernchefs und der Verwaltungsratspräsidenten respektive der Topverdiener im Kanton Bern. Die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 sind auch in der Schweiz gravierend: Leute werden die Anstellung verlieren, und viele Familien kommen in finanzielle Engpässe. Wie sollen die überrissenen Löhne von einer Million und mehr gerechtfertigt sein? Wie ist der Stand betreffend die Umsetzung der Abzockerinitiative? Wie lange wird die Schweizer Bevölkerung diesen einheimischen Firmen noch die Treue halten?

Peter Dürrenmatt, Langenthal

Diverse Artikel zur Wiedereröffnung von Gastrobetrieben

Sperrstunde war vorher nie ein Thema

Die Gastronomen haben die Rechnung ohne den Bund gemacht. Just am Öffnungstag wird in einem offenen Brief mitgeteilt, dass die Öffnungszeiten der Betriebe beschränkt werde. Alle Betriebe müssen um Mitternacht schliessen. Vorher war davon nie die Rede. Wie soll ein Barbetrieb in vier bis fünf Stunden Arbeitszeit gewinnbringenden Umsatz generieren? Wie sollen so eventuell bezogene Kredite abbezahlt werden? Das ist für jeden Barbetreiber ein Schlag ins Gesicht. Wann wird endlich das diktatorische Schwert, das über der Schweizer Bevölkerung schwebt, verschwinden?

Theo Petschen, Buttenried

Zu «FDP wirbt mit Corona für neues Steuerschlupfloch»

Ein Hoch auf das kapitalistische System

Kaum ist die Corona-Seuche etwas abgeklungen, melden sich Exponenten der FDP, Petra Gössi und Christian Wasserfallen, und verlangen Steuerprivilegien für Firmen, weil sie eine zu dünne Eigenkapitaldecke hätten. Die Vergangenheit hat gezeigt: Wenn Firmen und ihre Angestellten gut gearbeitet haben und Gewinne machten, meldeten sich sofort die Aktionäre und verlangten eine höhere Dividende und Boni. Diese Forderungen setzten sie auch meist durch. Wer viel Geld hat, meist geerbt, muss es doch gewinnbringend anlegen, ohne Rücksicht auf den Weiterbestand der Firma. Macht die Firma Konkurs, kann man sie zerlegen und die rentablen Teile gewinnbringend verhökern. Ein Hoch auf das kapitalistische System.

Hans Hofer, Zollikofen

Zu «Mehrere Dutzend Anzeigen nach illegaler Demonstration»

Diese Aktionen fördern einen erneuten Lockdown

«Mehr Eigenverantwortung» schreiben die Demonstranten auf ihre Transparente. Ausgerechnet! Sieht es nach Verantwortung aus, wenn sich Alte und Familien mit Kindern um weise gefällte Vorschriften foutieren, sich demonstrativ umarmen und keinen Abstand halten? Selbstbestimmung würde auch heissen, den eigenen Kopf einzuschalten und weiter als bis zur Nasenspitze zu denken. Wollen wir wirklich wieder zurück auf Feld 1? Vergesst nicht: Wir sind alle im gleichen Boot. Die Demonstranten provozieren damit einen erneuten Lockdown. Wo bleibt dann die vom Protest geforderte Freiheit?

Verena Raaflaub, Bern