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Analyse zu korrektem CastingWie schwul ist schwul genug?

Nächste Woche startet die englische Serie «It’s a Sin», in der es um die Aidskrise in den Achtzigern geht. Nun ist darum eine Debatte entbrannt: Sollen homosexuelle Figuren nur von homosexuellen Darstellern gespielt werden?

Einmal ein heterosexueller, einmal ein schwuler Darsteller: Eric Stonestreet und Jesse Taylor Ferguson spielen das schwule Paar in der Sitcom «Modern Family».
Einmal ein heterosexueller, einmal ein schwuler Darsteller: Eric Stonestreet und Jesse Taylor Ferguson spielen das schwule Paar in der Sitcom «Modern Family».
Foto: ABC

Es war immer ein offenes Geheimnis in Hollywood, dass viele Frauenhelden auf der Leinwand im Privaten eher Männer bevorzugen. Bis vor kurzem war man sich zudem einig, dass das niemanden etwas angehe, schon gar nicht die Öffentlichkeit. Zu gross war die Befürchtung, ein Outing könnte der Karriere schaden.

Das ist heute anders. In den letzten Jahren gab es immer mehr Filme und Serien mit schwulen, lesbischen und queeren Haupt- und Nebenfiguren. Und seit einiger Zeit gilt das Bekenntnis zur Homosexualität auch nicht mehr als Karrierekiller.

Immer mehr Schauspieler machen deshalb ihre sexuelle Orientierung öffentlich und zum politischen Bekenntnis. Etwa Schauspieler Wentworth Miller, der in der Serie «Prison Break» den heterosexuellen Helden Michael Scofield gespielt hatte. Nach dem vorläufigen Ende der Serie 2009 outete er sich 2013 als schwul. Die Serienmacher störte das wenig, sie hätten Miller 2018 sogar liebend gern für eine Fortsetzung an Bord gehabt.

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