Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Reform im EiltempoWie Draghi Italien auf Trab bringt

Mario Draghi ist Italiens Ministerpräsident, seine Regierung wurde Mitte März vereidigt. Er war vorher Präsident der Europäischen Zentralbank.

48 Reformen nötig für Geldsegen

«Man spürt hier eine Begeisterung und eine Lust, nicht nur neu zu starten, sondern die produktiven Energien zu entfesseln.»

Mario Draghi, Ministerpräsident Italien
Mario Draghi beim Besuch einer Fabrik in Sassuolo.

Draghi als «Mario mit den Scherenhänden»

Deutlich mehr Beschäftigte

«Wir stehen am Vorabend eines Wirtschaftsbooms.»

Renato Brunetta, Italiens Minister für öffentliche Verwaltung
6 Kommentare
Sortieren nach:
    Nick Schaefer

    Wer schon einmal in Italien ein Dokument einholen musste, oder gar ein Bankkonto eröffnen oder schliessen wollte, ist nicht nur über den byzantinischen Ablauf dieser eigentlich simplen Vorgänge überrascht.

    Zwei Dinge sind noch schlimmer:

    1. Der Italiener akzeptiert dies, und empfindet alles andere als „unecht“, da nicht genügend pompös. Was sich auch in der barocken Verwaltungssprache äussert, welche für die grosse Mehrheit der Italiener eine Fremdsprache bleibt.

    Dafür aber Hunderttausenden Bürokraten und Advokaten eine gesicherte Lebensstelle garantiert.

    Mit garantiert negativem volkswirtschaftlichen Effekt.

    2. Niemand weiss, welche Regeln überhaupt anwendbar sind. Niemand hat den Überblick.

    In einem Investitionsvorhaben von 200 Mio EUR gab die italienische Zentralbank eine schriftliche Verfügung und Klärung zur Befreiung von der absurden Zinsbesteuerung auf Zinsüberweisungen ins europäische Ausland - aber die grössten Anwaltskanzleien des Landes glaubten der Zentralbank nicht, dass sich dies durchsetzen liesse.

    Womit der ausländische Investor von der Investition absah.

    Dieses Chaos und extreme juristische Risiko herrscht auf allen Ebenen.

    Nur wer wie Berlusconi die Regierung kauft, oder als Mafia die Regierung komplett umgeht, hat Planungssicherheit.

    Auch der Kleinbürger betrachtet die Regierung nicht als Stütze und Hilfe, sondern als zu umgehende Bedrohung.

    Kann Draghi bleibende Verbesserungen erzielen? Oder nur einige grosse Projekte?