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Ungelöste KriminalfälleWie der Fall Z. zum dramatischen Lehrstück wurde

Zuerst wurde Z. wegen Mordes an seiner Ehefrau verurteilt, später freigesprochen. Was im Sommer 1985 in Kehrsatz geschah, ist bis heute nicht geklärt.

Die Leiche der 23-jährigen C. Z. steckte in der Tiefkühltruhe in der Waschküche ihres Hauses.
Die Leiche der 23-jährigen C. Z. steckte in der Tiefkühltruhe in der Waschküche ihres Hauses.
Illustration: Karin Widmer

Wenn Ulrich Zollinger in seinen letzten Jahren als Professor für Rechtsmedizin den Studierenden vom Fall Z. erzählte, wusste keiner mehr, worum es dabei ging. Die jungen Leute waren noch nicht auf der Welt, als eine Mutter in Kehrsatz am 1. August 1985 die Leiche ihrer 23-jährigen Adoptivtochter C. Z. in deren Tiefkühltruhe fand. Ebenso vor ihrer Zeit liegt der 4. Dezember 1987, als der Ehemann des Opfers wegen Mordes zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Oder der 29. Mai 1993, als er in einem zweiten Prozess freigesprochen wurde. Und Zollingers Studierende waren noch sehr jung, als der Kassationshof des Kantons Bern am 29. September 1997 das Wiederaufnahmegesuch des Staatsanwalts wegen neuer Tatsachen und Beweismittel ablehnte.

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