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Geschichte eines 6.-KlässlersWie das Coronavirus entstanden ist

Der 12-jährige Kimi Beer hat im Homeschooling eine Geschichte über das Coronavirus geschrieben.

Schüler Kimi Beer schreibt die Geschichte des Coronavirus neu. (Symbolbild)
Schüler Kimi Beer schreibt die Geschichte des Coronavirus neu. (Symbolbild)
Getty Images/iStockphoto

Es war einmal ein kleines Virus, das Covid-19 hiess, und sein Spitzname war Covid. Covid hatte keine Freunde. Also machte er sich auf den Weg. Covid überlegte, dass in China am meisten Menschen anzutreffen waren. «Dort finde ich auch am meisten Freunde», dachte er. Entschlossen packte er seine Sachen und fuhr mit seinem selbst gebauten Segelschiff über das Meer. Es hatte einen Mast, an dem eine Flagge hing, auf der stand: «Viva Covid». Zwei Wochen und fünf Tage musste Covid segeln. Als er das erste Mal die Skyline von Wuhan sah, freute er sich, aber er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass er wohl nicht so viele Freunde finden würde.

Kimi Beer, 6.-Klässler aus Oberbottigen.
zVg

Als Covid ankam, sah er die vielen grossen Menschen. Covid war ja nur etwa 1 bis 2 Millimeter gross. Das Virus spazierte durch die Strassen von Wuhan. Plötzlich sah er ein anderes, wunderschönes Virus. Es war ein Mädchen, das Corona hiess. Er ging also auf Corona zu. Bald darauf waren sie schon eine Familie. Aber Covid hatte noch immer keinen richtigen Freund, also ging er mit seiner Familie auf die Suche. Plötzlich sah Covid einen Menschen, bei dem er das Gefühl hatte, dass es klappen würde. Die Familie krabbelte am Hosenbein hinauf bis zum Kopf. In dem Moment, als sie beim Mund waren, biss der Mensch in ein Sushi, und das Sushi und die Covid-Familie waren gegessen.

Von Mensch zu Mensch

Im Bauch war es dunkel, es gab Essenslawinen, und ab und zu kam Regen, wenn der Mensch trank. Die Familie mochte das nicht und wehrte sich mit Händen und Füssen. Darauf musste der Mensch husten, weil im Hals etwas pikste, und immer, wenn er hustete, flog ein Teil der Familie aus dem Menschen hinaus in einen anderen Menschen, und dort passierte das Gleiche. Einmal ging der Mensch zum Arzt, und dieser nahm Covid heraus. Covid dachte, sein Leben sei gerettet, aber der Arzt schloss ihn in einen Plastikbehälter, der rund und rot war. Covid war gefangen.

Ab nach Europa

In einem Behälter neben ihm sah er eines seiner Kinder. Über Gebärdensprache konnten sie sich unterhalten, und es sah so aus, als wäre ganz China mit den Viren ihrer Sorte überfüllt. Das freute Covid. Denn er dachte, wenn es mit den Menschen nichts wird, könnte er ein Virus als Freund haben. Einige Zeit später wurde Covid freigelassen. Er hatte inzwischen den Traum von einem richtigen Freund erfüllt bekommen und wollte jetzt aber die Welt beherrschen.

Also stieg er wieder in sein Segelboot und fuhr nach Europa. Dort strandete er in Italien. Seine Familie nahm er natürlich mit. In Italien machte er das Gleiche wie in China, denn es schien, als würde diese Taktik funktionieren. Nun war Covid richtig glücklich. Die Viren seiner Sorte hatten inzwischen die ganze Welt unter Kontrolle, und der Traum von einem richtigen Freund und jener, die Welt zu beherrschen, hatten sich erfüllt. Der nächste ist…