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Falsche VersprechenWie Bäuerinnen unter der Werbung leiden

Es gibt Bäuerinnen, die sich kaum mehr unter die Leute wagen. Weil das Bild, das man sich von der Landwirtschaft macht, mit der Realität nichts zu tun hat.

Dieses Huhn liess ein Grossverteiler in seinem Werbefilm zum Eierlegen in die Filiale watscheln.
Dieses Huhn liess ein Grossverteiler in seinem Werbefilm zum Eierlegen in die Filiale watscheln.
Foto: Esther Michel/LMS

Herr und Frau Schweizer geben durchschnittlich noch sechs Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. «Da muss man sich grundsätzlich fragen, wie gesund eine solche Volkswirtschaft ist und wofür das Geld sonst ausgegeben wird», sagt Ernst Flückiger, Leiter Beratung am Inforama, kurz vor seiner Pensionierung. Gleichzeitig leide der Agrarsektor unter einer Flut von Vorschriften. «Über 600 Punkte werden heute auf den Betrieben kontrolliert, das ist zu viel und kaum mehr überblickbar.»

Hinzu komme, dass in der Schweiz noch fast jeder das Gefühl habe, er habe einen guten Draht zur Landwirtschaft. Doch Flückiger wirft ein: «Viele haben die falschen Bilder aus der Werbung vor Augen.» Es sind romantische Bilder, die darin gipfeln, dass Hühner zum Eierlegen in den Grossverteiler watscheln und Hunde sprechen können.

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