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Was wir hörenWerner Herzog: «Vom Gehen im Eis»

Wenn der Meister selbst mit weichem oberbairischem Einschlag vorliest, ist dies das perfekte Schlafmittel. Was nicht zwingend gegen das Buch spricht.

Eingesprochen von Werner Herzog selbst, mit weichem oberbairischem Einschlag: «Vom Gehen im Eis».
Eingesprochen von Werner Herzog selbst, mit weichem oberbairischem Einschlag: «Vom Gehen im Eis».
Foto: DM

Ach, dieses Gefühl, im Bett zu liegen und zu hoffen, dass der Schlaf kommt. Die Angst, dass er wieder nicht auftaucht. Die Sorge, dass er merkt, dass man an ihn denkt, und daher nicht kommt. Die Hoffnung, wenn er plötzlich ganz nah ist und einen fast davonträgt. Und das Entsetzen, wenn man im letzten Moment denkt: Ich darf jetzt nicht daran denken, dass ich gleich schlafe, weil er dann wieder verschwindet.

Ein Freund schickte vor einigen Wochen ein Mittel, mit dem man den Schlaf anlocken kann wie Fische mit einem Köder: Werner Herzogs Buch «Vom Gehen im Eis». Und zwar in der Hörbuchversion, eingesprochen vom Herzogwerner selbst, mit weichem oberbairischem Einschlag. Es sei «nicht gerade sehr spannend, natürlich», schrieb der Freund, «aber Herzogs enorme Beobachtungsgabe und die Härte gegen sich selbst, als wäre sein Körper nur ein mehr schlecht als recht funktionierendes Auto, machen es lesenswert».

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