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Indoor-Wurfanlage im WankdorfWerfen ist jetzt auch im Winter möglich

Bei Regen und Kälte können die Berner Speer- und Diskuswerfer sowie die Kugelstösser jetzt in der Wankdorfhalle trainieren.

Die kleine Anlage für Kugelstossen und Diskuswerfen.
Die kleine Anlage für Kugelstossen und Diskuswerfen.
Foto: Sportamt Bern

Wenn ein Berner Speerwerfer, eine Diskuswerferin oder ein Kugelstösser bis jetzt im Winter ein Training abhalten wollte, musste er oder sie nach Magglingen fahren. «Mit der An- und Abreise zusammen nahm eine Einheit schon einmal vier Stunden in Anspruch», schildert Beat Wieland, Speerwurf-Trainer des ST Bern, die bis anhin unbefriedigende Situation.

Nun kann er die Trainings mit seiner Gruppe direkt neben dem Leichtathletik-Stadion Wankdorf abhalten, wenn die Bedingungen draussen zu garstig sind. In der Wankdorfhalle steht neu eine mobile Indoor-Wurfanlage zur Verfügung. Diese befindet sich im zweiten Stock der Anlage im Hallenumgang.

Die Anlage kann ohne Probleme innert kürzerer Zeit demontiert werden, wenn die Sportstätte für einen Publikumsanlass gebraucht wird. Neben den Leichtathleten der Stadtberner Vereine STB, GG Bern und TV Länggasse sowie des Leistungszentrums Bern-Magglingen kann sie auch von den Baseballern genutzt werden. Die Anlage besteht aus zwei Teilen. Der grössere dient den Speerwerfern und Baseballern, der kleinere den Kugel- und Diskuswerfern.

Der Wunsch nach einer solchen Trainingsmöglichkeit sei schon seit sechs, sieben Jahren vorhanden gewesen. «In und um Bern gibt es einige gute Werferinnen und Werfer», sagt Wieland, dessen Sohn Simon im letzten Jahr den Europameistertitel bei den U-20-Junioren holte. «Sie finden nun wesentlich bessere Voraussetzungen vor.»

Innerhalb des letzten Jahres wurde die Realisierung an die Hand genommen; erstellt wurde die Anlage innerhalb eines Monats. Die Kosten betrugen 40’000 Franken, die weitgehend von der Stadt Bern getragen wurden, 6100 Franken trug der kantonale Sportfonds bei. Auch die Vereine beteiligten sich, indem sie die Ringe für den Abwurf installierten.

«Ich freue mich immer sehr, wenn ein Bedürfnis und konkrete Vorschläge von den Nutzenden selbst an uns herangetragen werden, und mehr noch, wenn wir solche Projekte unkompliziert umsetzen können», wird Gemeinderätin Franziska Teuscher in der Medienmitteilung zur Eröffnung der Anlage zitiert.