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Das SCB-Kader 2020/2021Wer ersetzt Arcobellos Skorerpunkte?

Die Kaderplanung des SC Bern für die kommende Saison ist fast abgeschlossen. Maximal zwei Stürmer könnten noch zum Team stossen.

Mindestens eine Ausländerposition ist noch unbesetzt. Statt eines Importspielers könnte der SCB aber auch einen guten Schweizer Stürmer verpflichten, etwa den Berner Joël Vermin.
Mindestens eine Ausländerposition ist noch unbesetzt. Statt eines Importspielers könnte der SCB aber auch einen guten Schweizer Stürmer verpflichten, etwa den Berner Joël Vermin.
Foto: Jean Revillard (Archiv)

Seit Florence Schelling im Amt ist, hat der SC Bern Don Nachbaur als Cheftrainer und Alex Reinhard als zweiten Assistenten neben Lars Leuenberger verpflichtet. Alle bisherigen Spielertransfers gehen hingegen noch auf das Konto von Schellings Vorgänger Alex Chatelain. Allzu viel wird sie nicht mehr bewegen. Derzeit herrscht mangels Einnahmen wegen der Corona-Krise ein Einstellungsstopp.

«Dennoch sitzen wir nicht im Büro und drehen Däumchen. Haben wir einen Spieler gefunden, dann klären wir ab, ob und wie ein Engagement machbar wäre. Stand jetzt sind wir auf der Suche», berichtet die SCB-Sportchefin. Bedarf besteht noch bei den Ausländern. Mit dem finnischen Goalie Tomi Karhunen, dem schwedischen Mittelstürmer Ted Brithén sowie dem kanadischen Center Dustin Jeffrey stehen bei den Mutzen drei Importspieler unter Vertrag. Mindestens ein weiterer soll noch dazukommen.

Gesucht: Rechtsschütze mit Skorerqualitäten

«Wir haben mit dem Abgang Mark Arcobellos viele Skorerpunkte verloren. Die müssen wir wieder kriegen», sagt Schelling und nennt das Profil: «Rechtsschütze, der vorzugsweise Flügel spielt und ein guter Skorer ist.» Diese Beschreibung passt etwa zum finnisch-schwedischen Doppelbürger Jesse Puljujärvi sowie zum Amerikaner Vinni Lettieri, die beide schon mit dem SCB in Verbindung gebracht worden sind.

CEO Marc Lüthi sagte kürzlich, es sei denkbar, statt eines Ausländers einen guten Schweizer zu holen. Obwohl Linksschütze, ein interessanter Kandidat ist der ehemalige SCB-Spieler Joël Vermin. Der 28-Jährige ist bei Lausanne in Ungnade gefallen und dem Vernehmen nach auf dem Markt. Allerdings haben sich die NL-Clubs bis zum Ende der Saison 2020/21 eine Transfersperre auferlegt. Spieler mit gültigem Vertrag dürfen für die laufende Saison von keinem anderen Club kontaktiert oder verpflichtet werden. Ebenso sind Verhandlungen untersagt. Allerdings existiert ein relevantes Schlupfloch: «Ausnahme ist ein Spielertausch oder ein Transfer, mit dem alle Beteiligten (bisheriger Club, neuer Club und Spieler) einverstanden sind.»

Zu Vermin mag sich Florence Schelling nicht äussern. Allgemein hält sie fest, Corona beeinflusse ihre Arbeit. «Vielleicht ist nicht machbar, was ich gerne hätte. Zudem steht die Mannschaft. Du kannst nicht von heute auf morgen sagen, wir leben nun diese und jene Werte, und wer den SCB verfolgt, der soll dies und das kriegen. Das ist ein Prozess.»