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SCL agiert ineffizientWer die Tore nicht schiesst…

In der Swiss League unterliegt der SC Langenthal dem HC Ajoie 0:4. Die Oberaargauer zeigten sich in der Offensive zu wenig abgeklärt.

Langenthals Goalie Pascal Caminada musste gegen Ajoie vier Mal hinter sich greifen.
Langenthals Goalie Pascal Caminada musste gegen Ajoie vier Mal hinter sich greifen.
Foto: Marcel Bieri

Nach 28 Niederlagen in den letzten 30 Spielen in Langenthal, war der HC Ajoie am gestrigen Abend so richtig heiss auf einen Sieg gegen die Oberaargauer. Das sah man in den Zweikämpfen und vor allem auch beim Jubeln. Jeder einzelne Torerfolg wurde fast schon frenetisch gefeiert.

So entstanden Emotionen, die man in Coronazeiten so oft vermisst. Dies bestätigte nach dem Spiel auch Ajoie-Keeper Tim Wolf. «Wer die Historie kennt, der versteht, dass wir unbedingt gewinnen wollten.» Der SC Langenthal bekundete auch deshalb Mühe mit dem Gegner und konnte sich kaum entfalten. Vor allem aber produzierte er zu viele Fehler.

In der 8. Minute führte ein kapitaler Fehlpass im Aufbau von Eero Elo zu einem Konter, den Jonathan Hazen zur Führung der Gäste abschloss. Sieben Minuten später leistete sich Yves Müller den nächsten Fehler, erneut traf Hazen zum 2:0 für Ajoie.

Doppelchance ungenutzt

Langenthal hatte sich aber ebenso gute Chancen erspielt wie Ajoie, ohne dabei jedoch zu reüssieren. In der 13. Minute schoss Dario Kummer den Puck nur an den Pfosten, wenige Sekunden später scheiterte Eric Himelfarb an Tim Wolf. Das gleiche Bild zeigte sich auch im zweiten Abschnitt. So scheiterte Yves Müller mit einem Schlagschuss an Wolfs Parade, Bastien Pouilly hingegen schoss auf der Gegenseite nur eine Minute später per Weitschuss das 3:0.

Zu Beginn des letzten Abschnittes drohte also die erst dritte Niederlage im 30. Spiel gegen die Jurassier: Langenthal versuchte zwar die Partie zu drehen und kreierte sogar Chancen. Aber zumeist fehlte ein kleines Mosaiksteinchen, um das erste Tor zu schiessen. Anders die Gäste. In der 50. Minute hatten die Jurassier die beste Chance in diesem Abschnitt und nutzten diese prompt: Beim Konter rutschte Reto Schmutz zwar zuerst aus, hatte dann aber doch freies Feld vor sich und bediente Thibault Frossard, der die Partie entschied.

Immerhin kämpfte der SCL bis zur letzten Minute und hätte dabei auch noch das Ehrentor erzielen können, war im Abschluss aber zu wenig abgeklärt. «Wer keine Tore schiesst, der kann eben auch nicht gewinnen», sagte Tom Gerber und machte die mangelnde Effizienz als Hauptgrund für die Niederlage aus. Dass jene Effizienz zuletzt mehrmals zu wünschen übrig gelassen habe, bestätigte Gerber. «Nach dem Grund dafür zu suchen und dies auszumerzen, ist nun die Hauptaufgabe für die nächsten Spiele», erklärte Gerber.