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Wenn perfekt noch nicht gut genug ist

Der Selbstoptimierungswahn hat einen neuen Namen: Bio-Hacking. Man «hackt» sich, um die bestmögliche Version seiner Selbst zu schaffen. Warum tun sich Menschen das an?

Nahrungsergänzungsmittel sind old school, heute schluckt man pflanzliche Kapseln. Foto: PD

Nahrungsergänzungsmittel sind old school, heute schluckt man pflanzliche Kapseln. Foto: PD

Lucie Machac@liluscha

Das Morgenritual ist für den Bio-­Hacker heilig. Gleich nach dem Aufstehen trinkt der 20-jährige Patrick* einen Liter Wasser mit Pfefferminze, Ingwer und Zitrone. In Boxershorts geht er dann in den Garten – egal bei welchem Wetter. Dort macht er Sprünge und schreit «Yes, yes, yes», weil das Körper und Geist motiviert. Anschliessend kombiniert er Liegestütze mit Atemübungen, die das Immunsystem stärken sollen. Oft meditiert er auch, bevor er unter die kalte Dusche steigt, worauf sein Körper das Glückshormon Serotonin ausschüttet. Zum Frühstück gibt es Grüntee mit Eiern, Salat oder Nüssen, damit der Blutzuckerspiegel tagsüber harmonischer bleibt. Danach liest Patrick noch zehn Minuten in einem Klassiker, um «gute Ideen» mitzunehmen. Erst dann fühlt sich der Student für den Tag «inspiriert».

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