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Weitere grossflächige Begegnungszone in Bern

Im Berner Hochfeldquartier soll eine grossflächige Begegnungszone mit Tempo 20 eingerichtet werden. Es wäre die vierte in der Bundesstadt.

Alpeneggstrasse  in der Länggasse ist bereits Begegnungszone.
Alpeneggstrasse in der Länggasse ist bereits Begegnungszone.
Foto: Franziska Rothenbühler

Die Stadt Bern will im Hochfeldquartier eine grossflächige Begegnungszone einrichten. Es ist die vierte ihrer Art in der Bundesstadt.

Mit den Massnahmen soll unter anderem der Schulweg für Kinder und Jugendliche sicherer werden, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. Das Projekt umfasst das Gebiet zwischen der Länggassstrasse, Mittelstrasse, Neubrückstrasse und Hochfeld-/Beaulieustrasse.

In Teilen des Quartiers gibt es bereits heute Begegnungszonen. Nun sollen sie zu einer zusammenhängenden Fläche zusammengeführt werden. Die Berner Stadtregierung hat dafür einen Kredit von 296'000 Franken bewilligt. Die Pläne werden in den nächsten Wochen amtlich publiziert.

Die Planung der grossflächigen Begegnungszone im Hochfeld geht auf einen politischen Vorstoss aus dem Stadtrat sowie auf einen Antrag der Quartierkommission Länggasse Engehalbinsel (QLE) zurück.

Wegen der angespannten finanziellen Lage will die Stadt Bern die Zone im Hochfeld nur mit minimalen Mitteln umsetzen. Dazu gehören Markierung und Signalisation.

Begegnungszonen können in der Schweiz seit 2002 eingerichtet werden. Sie sind eine Form der Verkehrsberuhigung und sollen für mehr Sicherheit und Lebensqualität in den Quartieren und Dörfern sorgen. In einer Begegnungszone haben Fussgänger Vortritt vor Fahrzeugen. Die Idee dahinter: Die Strasse soll für alle da sein.

sda/tag

1 Kommentar
    S. Plüss

    Eine Begegnungszone in einer verkehrsberuhigten Zone. Ein Geniestreich! Und auch noch so kostengünstig. Zahlen werden die Mieter die in Zukunft noch mehr für Ihre Wohnungen zahlen müssen. Schon jetzt können sich Normalverdiener kaum noch eine Wohnung in der Länggasse leisten. Das ist Gentrifizierung verordnet von oben. Die einfache Bevölkerung darf dann noch die Regale in der Migros und Coop auffüllen oder den Müll wegbringen. Da will wohl Ursula wieder ihre Gutverdiener Kollegen in die Stadt holen, die dann von oben auf die Bevölkerung herunterschauen und fragen: Syt dihr öpper oder nämet dihr Lohn?