Er bringt Strom zum Fliessen

Elektroinstallateur

Hinter jeder Steckdose befindet sich eine Leitung. Elektroinstallateur Jan Leuzinger baut sie ein und sorgt dafür, dass in Gewerbe, Industrie und Haushalt die elektrischen Anlagen funktionieren.

Der 20-jährige Elektroinstallateur Jan Leuzinger muss sich für Installationen präzis an die technischen Pläne halten.

Der 20-jährige Elektroinstallateur Jan Leuzinger muss sich für Installationen präzis an die technischen Pläne halten.

(Bild: zvg)

Im Berufsleben von Jan Leuzinger ereignen sich regelmässig Highlights: Wenn der Elektroinstallateur nach tage- oder wochenlanger Arbeit auf einer Baustelle die Installationen fertiggestellt hat, kommt die Stunde der Wahrheit: «Ich messe und prüfe alle Werte, dann schalte ich die Sicherung ein», erklärt Leuzinger. «Wenn das Licht angeht und die elektronischen Geräte einwandfrei funktionieren, habe ich gute Arbeit geleistet», sagt er. Der 20-Jährige liebt diese Momente in seinem Berufsalltag, denn sie machen seine Arbeit sichtbar und zeugen von Fachkompetenz. Diese hat er sich in einer vierjährigen Lehre bei der Elektro Burkhalter AG in Bern, für die er weiterhin tätig ist, angeeignet. «Es ist eine an-spruchs­volle Ausbildung», sagt er. Nebst handwerklichem Geschick sei eine starke schulische Leistung gefordert: «In Mathematik, Geometrie und Physik muss man auf der Höhe sein», so der ehemalige Sekundarschüler. Man könne die Lehre aber auch mit einem Realschulabschluss schaffen.

Alles läuft nach Plan

Leuzinger hat sich schon als Kind auf Baustellen herumgetrieben und seinem Vater bei der Arbeit zugeschaut. Später verdiente er sich mit einem Wochenplatz sein Taschengeld. Er habe auchals Schreiner und als Zimmermann ge-schnuppert, doch rasch sei klar gewesen, dass er sich lieber mit Stark- und Schwachstrom beschäftigen würde. Umsieben Uhr früh beginnt Leuzingers Arbeitstag. Meist fährt er direkt zur Baustelle. Zurzeit installiert er sämtliche Rohre, Kabel, Anschlüsse und Steckdosen für eine neue Industrieküche in einem Wohnheim. «Ich trage erstmals die Verantwortung», bemerkt der Berufseinsteiger. Bei der Installation von Rohrbauten und beim Setzen von Kästen für Steckdosen oder Steuerapparate muss er sich präzis an die technischen Pläne halten. Er studiert sie deshalb genau, denn er weiss: «Wenn der Beton gegossen ist, wird es nicht mehr möglich sein, die Positionierung zu ändern.»

Auf der Baustelle

Elektroinstallateure wie Leuzinger bewegen sich meist auf Baustellen. Sie arbeiten zusammen mit Maurern, Malerinnen, Gipsern, Sanitärinstallateurinnen oder Plattenlegern: «Man muss gegenseitig Rücksicht nehmen und sich nicht im Weg stehen», sagt Jan Leuzinger – was manchmal ganz schön herausfordernd sei. Der Elektroinstallateur bearbeitet Materialien wie Metall und Plastik, um die Rohre zu legen. Er kennt sich mit Elektrotechnik aus und weiss, wie Magnetfelder funktionieren. Auch Themen wie Energieeffizienz oder Digitalisie­rung – und damit verbunden der Anschluss von automatischen Anlagen – sind ihm vertraut. Das Wichtigste: Er hält sich an die Sicherheitsvorgaben, kennt die Strahlengefahr und trägt Schutzkleider. «Ich bin jetzt in der Lage, den Menschen das Leben zu erleichtern», sagt Leuzinger. Denn: «Ohne Strom geht gar nichts!»

Quelle: Tages Anzeiger, Beilage BILDUNG

Weiterführende Informationen: www.bildung-schweiz.ch/topics/elektrotechnik

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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