Zum Hauptinhalt springen

Geldblog: ErgänzungsleistungenWas müssen Erben zurückzahlen?

Wer Anspruch auf Ergänzungsleistungen hat – und inwieweit diese im Todesfall zurückzuzahlen sind.

Neue Nachlassregelung: Ab 2021 müssen Ergänzungsleistungen von den Erben zurückerstattet werden.
Neue Nachlassregelung: Ab 2021 müssen Ergänzungsleistungen von den Erben zurückerstattet werden.
Illustration: Christina Baeriswyl

Sie schreiben: Wer sehr gut verdiene und viel Vermögen habe, müsse damit rechnen, dass das Sozialamt einen Beitrag für die Heimkosten der Mutter oder des Vaters fordert. Wenn AHV, PK etc. nicht mehr reichen, dann besteht in der Regel Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Dafür ist die kantonale Ausgleichskasse zuständig und nicht die Sozialbehörde oder die Sozialhilfe. Wie sehen Sie dies? Leserfrage von S.K.

Sie haben Recht, meine Wortwahl war unpräzise. Bei der Ergänzungsleistung handelt es sich, wie Sie korrekt betonen, um einen sozialversicherungsrechtlichen Anspruch und nicht um Sozialhilfe. Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (EL), die von den Kantonen ausgerichtet werden, helfen, wenn die Renten und das Einkommen die minimalen Lebenskosten nicht decken. Personen, die sich in einer
solchen Lage befinden, haben einen rechtlichen Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Bei der Berechnung der Ergänzungsleistung werden Vermögensertrag, also Einkünfte aus dem Vermögen, und Vermögensverzehr auseinander gehalten. Übersteigt das Vermögen den Freibetrag von 30’000 Franken für Alleinstehende und 50’000 Franken für Ehepaare wird vom übersteigenden Betrag ein Teil als Einnahmen angerechnet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.