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Kolumne «Bern & so»Was «Arschgeweihe» und Heino gemeinsam haben

Tattoos verströmten einst eine wilde Aura und eine gewisse Einzigartigkeit. Tempi passati!

Es war vor sieben Jahren, als sich Schnulzensänger Heino anschickte, die Brachialrocker von Rammstein zu covern. Zu hören – und vor allem zu sehen –, wie der aschblonde Methusalem der Volksmusik die düsteren Songs rezyklierte, nahm ich mit Befremden wahr.

Die musikalische Verirrung kam mir kürzlich in den Sinn, als ich in der Badi eine Mutter um die 40 erblickte. Sie war gerade damit beschäftigt, dem Nachwuchs etwas Adäquates zu «gänggele». Dabei sprach sie ihrem Linus eine Packung Cola-Frösche mit dermassen missionarischem Eifer ab, als handle es sich um eine Vorstufe von Crack.

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