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Vorgeburtliche TestsWarum wollte ich das bloss wissen?

Viele Schwangere lassen bei ihrem Ungeborenen Trisomie 21 abklären. Sie erhoffen sich davon maximale Sicherheit. Doch der Bluttest stürzt sie nicht selten in quälende Ungewissheit – wie Natascha Käser

Nach der Diagnose Trisomie 21 hatte sie Angst, dass sie nie mehr frei sein würde – trotzdem entschied sie sich gegen eine Abtreibung: Natascha Käser, 39, mit ihrer Tochter Seven, 18 Monate.
Nach der Diagnose Trisomie 21 hatte sie Angst, dass sie nie mehr frei sein würde – trotzdem entschied sie sich gegen eine Abtreibung: Natascha Käser, 39, mit ihrer Tochter Seven, 18 Monate.
Bild: Andrea Zahler

Reine Routine. Natascha Käser wusste, was sie in der ersten grossen Untersuchung bei ihrer Frauenärztin erwartete. Ultraschall, Blutabnahme, Urinprobe. Sie war in der zwölften Woche schwanger mit ihrem dritten Kind, würde schon alles gut gehen. Tage später rief die Praxisassistentin an. «Guten Tag, Frau Käser, Ihr Kind hat mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:117 Trisomie 21.» Wumm. Jetzt war nichts mehr Routine, nur noch Panik. «Ich war völlig überfordert», sagt Käser. Die Messung der Nackenfalte beim Ungeborenen hatte ein ungünstiges Resultat ergeben. Also zur nächsten Abklärung: einem Bluttest. Vielleicht würde der zeigen, dass alles ein Irrtum war. Wieder verging eine Woche, «eine Horrorwoche». Schliesslich der Anruf, diesmal die Ärztin persönlich am Telefon. Der Test: positiv auf Trisomie 21. Ergebnis zu 99% sicher. 38 Jahre alt war sie da, es war das erste Kind mit ihrem heutigen Partner.

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