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Leserreaktionen«Warum engagiert man nicht die Freunde des Wolfs für diese Arbeit?»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zum Wolf in Thierachern.

Die Jungtiere dieser vier Mutterschafe wurden vom Wolf gerissen. Landwirt Fritz Zimmermann fand die schwerverletzten Tiere. Kein schöner Anblick, weiss ein Leser.
Die Jungtiere dieser vier Mutterschafe wurden vom Wolf gerissen. Landwirt Fritz Zimmermann fand die schwerverletzten Tiere. Kein schöner Anblick, weiss ein Leser.
Foto: Franziska Streun

Zu «Wolf riss nahe an Wohnhäusern fünf Jungschafe»

Immer wieder werden Schafe auf grausame Art gerissen, wie kürzlich passiert in Thierachern. Die Schafe sind nach einem Angriff des Wolfs nicht einfach tot. Sie liegen am Boden und verenden qualvoll, wenn nicht der Wildhüter das Leiden beenden kann. Nun meine Frage: warum engagiert man nicht die Freunde des Wolfs, um diese Arbeit zu erledigen? Franz Bigler, Köniz

Zu «Der teuerste Abstimmungskampf der Geschichte»

Man stelle sich vor, das erwachsene, mündige Kind begeht ein Fehlverhalten und als Eltern müsste man für den finanziellen Schaden geradestehen. Ist das heute möglich? Nein! Doch genau das verlangt die Konzernverantwortungsinitiative. Indem gefordert wird die Sorgfaltspflicht vor dem Schweizer Gericht anzufechten, statt wie bisher vor einem Gericht vor Ort. Da wird in Kauf genommen, dass wir uns in die Gerichtsbarkeit fremder Staaten einmischen und deren Handeln in Frage stellen. Unsere Richter sollen also fremde Richter spielen, obschon wir uns als Schweizer über eine solche Fremdbestimmung empören. Wer hat nun Interesse dieses unschweizerische Vorgehen voranzutreiben? Organisationen, die damit Geld verdienen. Den tatsächlich geschädigten Personen ist damit nicht geholfen. Peter Schär, Ipsach

Der sorglose Umgang der Bankenwirtschaft mit nachrichtenlosen Vermögen hat uns eingeholt. Auch die Schwarzgelder aus aller Welt, welche skrupellose Bänker annahmen und so Boni garnierten, haben den Ruf der Schweiz schwer geschädigt. Es ist klug, daraus Schlüsse zu ziehen. Die himmeltraurige Ausbeutung vor allem afrikanischer Länder mit Schweizer Beteiligung (Glencore und Co.) wird spätestens unsere Kinder einholen. Die Initiative sorgt für das Wohl künftiger Generationen in diesem Land. Peter Salvisberg, Thun

Die Gegner empfehlen die Ablehnung der KVI mit dem Hinweis, dass bei einem Nein ein indirekter Gegenvorschlag (GeVo) zum Zuge komme. Meist wird dabei unterschlagen, dass dieser dem Referendum des Volkes unterliegt. Aber vor allem kennen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger diesen GeVo nicht. Das Wesentliche ist offenbar, dass die Täter über ihre unbestreitbaren Verletzungen von Umwelt und Menschenrechten nur berichten müssen, aber nicht haften. Das ist einfach zu mager. Thomas Notter, Thun

Zu «Noch härtere Regeln wären kontraproduktiv»

Der Regierungsrat verlängert ultimativ den Lockdown der Museen, der Konzertlokale, der Theater und Kinos. Gleichzeitig toleriert er, dass sich bei Migros oder Coop die Kundschaft dicht an dicht drängt. Ich appelliere an den Regierungsrat, die Kulturinstitutionen mit den gleichen Massstäben zu behandelt wie die Wirtschaft. Mit allem Verständnis für die Massnahmen: Eine zukunftsfähige Gesellschaft basiert nicht nur auf monetären Kriterien, sondern auch auf ihrem seelischen Wohlbefinden. Die Kultur leistet dazu einen Beitrag. George Steinmann, Künstler Bern

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