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SP-Ständerat Roberto Zanetti gewählt – SP gewinnt Nationalratssitz

Der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti hat die Wiederwahl auf Anhieb geschafft. Grünen verlieren ihren Nationalratssitz.

Wahl gewonnen: Ständrat Roberto Zanetti (SP).
Wahl gewonnen: Ständrat Roberto Zanetti (SP).
Keystone

Die SP hat die Wahlen im Kanton Solothurn gewonnen. Die Sozialdemokraten eroberten im Nationalrat einen Sitz auf Kosten der Grünen, zudem schaffte der SP-Ständerat Roberto Zanetti die Wiederwahl auf Anhieb. Einen starken Einstand gaben BDP und GLP.

Für die SP sitzt neben der bisherigen Nationalrätin Bea Heim neu der Kantonsrat Philipp Hadorn in der grossen Kammer. Der Sitzgewinn gelang trotz Verlusten von 1,2 Prozentpunkten auf 18,3 Prozent Wähleranteil.

Ausgerechnet die Grünen, die eine Listenverbindung mit der SP eingegangen waren, verloren ihren einzigen Sitz. Sie hatten diesen vor vier Jahren knapp den Sozialdemokraten abgenommen. Die Grünen fielen im Vergleich zu 2007 von 10 auf 7,5 Prozent.

Die Grüne Nationalrätin Brigit Wyss muss die grosse Kammer deshalb nach nur vier Jahren verlassen. Die Parteipräsidentin der SP, Evelyn Borer, zeigte sich zwar zufrieden mit dem Resultat, bedauerte jedoch, dass der Sitz auf Kosten der Grünen ging.

Starker Einstand für glp und BDP

Dem nationalen Trend entsprechend gelang den Grünliberalen (glp) und den Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) ein starker Einstand. Die glp kam auf 5 Prozent, die BDP auf 4,4 Prozent. Bei der Sitzverteilung gingen beide Neulinge dennoch leer aus.

Ihre Stimmen kamen CVP und FDP zu Gute. Die glp war eine Listenverbindung mit der CVP und der EVP eingegangen. Dank dieser Verbindungen konnte die CVP ihre beiden Sitze halten, trotz happiger Verluste von 2,5 Punkte auf 17,9 Prozent.

Neu fährt für die CVP der Kantonsrat Stefan Müller nach Bern. Ebenfalls gewählt ist Pirmin Bischof, der jedoch für den zweiten Wahlgang für den Ständerat antreten wird. Auch die FDP verlor 2,6 Punkte und liegt noch bei 18,4 Prozent - die Wiederwahl gelang Kurt Fluri.

Die SVP blieb zwar stärkste Partei, büsste jedoch 2,8 Punkte ein und liegt noch bei 24,3 Prozent. Wieder gewählt sind Walter Wobmann und Roland Borer.

CVP vor FDP bei Ständeratswahlen

Bei den Ständeratswahlen schaffte der bisherige Roberto Zanetti (SP) die Wiederwahl auf Anhieb. Er erhielt 44'796 Stimmen und übertraf damit knapp das absolute Mehr von 44'184 Stimmen. Den zweiten Platz eroberte überraschend deutlich CVP-Nationalrat Pirmin Bischof.

Er gewann 41'529 Stimmen und liess den FDP-Kandidaten Kurt Fluri deutlich hinter sich. Der freisinnige Solothurner Stadtpräsident und Nationalrat, der den Sitz des abtretenden Rolf Büttiker verteidigen wollte, kam nur auf 29'392 Stimmen - 12'137 weniger als Bischof.

Zwist innerhalb der FDP

Diese Klatsche ist unter anderem auch auf einen Zwist innerhalb der Solothurner FDP zurückzuführen. Fluri zeigte sich erbost darüber, dass Büttiker nicht kategorisch ausgeschlossen hatte, in einem allfälligen zweiten Wahlgang doch noch anzutreten.

Der sonst so nüchterne und sachliche Fluri verlor deswegen die Fassung und bezeichnete das Verhalten der FDP des unteren Kantonsteils im Regionaljournal von Schweizer Radio als «verdammte Sauerei».

Wer für die FDP im zweiten Wahlgang am 4. Dezember antritt, muss die FDP der Staatskanzlei bis am Mittwochabend melden. Das letzte Wort hat die Delegiertenversammlung am Dienstag. Am Montag berät die Parteileitung das Thema.

Ob SVP-Nationalrat Walter Wobmann ein zweites Mal antritt, ist noch offen. Er gewann 25'356 Stimmen und landete auf dem vierten Platz. Die Beteiligung lag bei bei den Ständeratswahlen bei 51,46 Prozent und beim Nationalratswahlen bei 51,7 Prozent.

SDA

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