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So soll Widmer-Schlumpf im Amt bleiben

Noch steht das Wahlergebnis nicht fest. Die ersten Gespräche der Parteien sind aber offenbar schon geplant. Dabei sollen CVP und BDP versuchen, eine Allianz der Mitte gegen die SVP zu schmieden.

SVP-Bundesrat Christoph Blocher musste ihr weichen: Die neu gewählte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (Mitte) wartet im Bundeshaus auf ihre Vereidigung. (13. Dezember 2007)
SVP-Bundesrat Christoph Blocher musste ihr weichen: Die neu gewählte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (Mitte) wartet im Bundeshaus auf ihre Vereidigung. (13. Dezember 2007)
Keystone

Hans Grunder und Christophe Darbellay, die Chefs von BDP und CVP, planen eine Neuauflage der vor anderthalb Jahren am Widerstand der FDP gescheiterten Allianz der Mitte. Unmittelbar nach den Wahlen, wollen sie dazu Gespräche mit den Grünliberalen, der EVP, aber auch mit der FDP aufnehmen. Das bestätigen sie gegenüber der «SonntagsZeitung».

Erstens soll ein Gremium geschaffen werden, in dem die Mitte im Parlament gemeinsame Positionen erarbeiten kann. Eine Fusion der Fraktionen oder gar der Parteien wird derzeit ausgeschlossen.

Die Allianz soll auch die Basis für eine Wiederwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bilden, wie Grunder und Darbellay zugeben. Damit bringen sie die FDP unter Druck. Macht sie mit, würde Widmer-Schlumpf wohl auf Kosten der SVP im Bundesrat bleiben. Bleiben die Freisinnigen aussen vor, riskieren sie einen Sitz zu verlieren.

SVP pocht auf Konkordanz

SVP-Präsident Toni Brunner sucht das Gespräch mit den Parteien über die Zusammensetzung des Bundesrates: Man wolle erfahren, ob diese sich zur Konkordanz bekennen, so Brunner zur «SonntagsZeitung». «Das können bilaterale Gespräche oder auch Gespräche an einem runden Tisch sein», sagt der Toggenburger.

Wenn sich herausstelle, «dass die anderen Parteien die Kraft für die Konkordanz nicht mehr aufbringen», will er andere Regierungsmodelle ins Auge fassen. «Eine Regierung unter Führung der SVP wäre dann prüfenswert.»

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