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Kuprecht in Ständerat gewählt – SVP verliert einen Nationalratssitz

Im Kanton Schwyz erreichte nur einer der Ständeratskandidaten auf Anhieb das Absolute Mehr. Bruno Frick muss in due zweite Runde.

Als erster in den Ständerat gewählt: Alex Kuprecht (SVP).
Als erster in den Ständerat gewählt: Alex Kuprecht (SVP).
Keystone

In Schwyz hat die SVP überraschend einen ihrer bisher zwei Sitze an die FDP verloren. SVP, CVP, FDP und SP stellen nun je einen Vertreter. Bei den Ständratswahlen schaffte Alex Kuprecht (SVP) als einziger die Hürde; Bruno Frick (CVP) muss in die zweite Runde.

Der Verlust ihrer Doppelvertretung kam für die SVP unerwartet. Sowohl im Wahlkampf wie auch bei der Auszählung am Sonntag schienen die beiden Sitze der mit Abstand wählerstärksten Partei ungefährdet. Hingegen wogte der Kampf um den vierten Sitz zwischen FDP und CVP hin und her.

Dann kam, kurz vor 16.30 Uhr, das Schlussresultat und die SVP musste sich die Augen reiben: sie verliert den zweiten Sitz. Siegerin der Schwyzer Nationalratswahlen ist die FDP, die in diesem Jahr alles daran setzte, den vor acht Jahren verlorenen Sitz zurückzuerobern und die ihr Ziel erreichte.

Die Wiederwahl geschafft haben Auns-Präsident Pirmin Schwander (SVP) und Andy Tschümperlin (SP). Neu gewählt wurden der Einsiedler Bierbrauer Alois Gmür (CVP) und die Küssnachter Juristin Petra Gössi (FDP); beide gehören auch dem Kantonsparlament an.

Erst ein Ständerat gewählt

Einen Erfolg verzeichnet die Schwyzer SVP - anders als beim Nationalrat - bei der Ständeratswahl. Dort schaffte der bisherige Alex Kuprecht mühelos und als einziger die Wahl. Bei einem absoluten Mehr von 17'961 Stimmen erhielt er 23'294.

Dagegen muss der bisherige Bruno Frick (CVP) in die zweite Runde. Er kam lediglich auf 17'068 Stimmen. Ihm, der seit 20 Jahren der kleinen Kammer angehört, wurde im Wahlkampf unter anderem «Sesselkleberei» vorgeworfen.

Die FDP, die unbedingt wieder einen Vertreter in Bern wollte, griff auch die beiden bisherigen Ständeräte an. Ihr Kandidat Vincenzo Pedrazzini, Kantonalpräsident und Wahlkampfleiter der FDP Schweiz, erzielte mit 13'216 auf Anhieb ein beachtliches Resultat.

Weit abgeschlagen landeten die Grünen Toni Reichmuth (7790) und Brigitta Michel Thenen (7317) sowie die Aussenseiterin Martha Leuthard (»Us em Volk - fürs Volk»; 1580).

Kaum mehr als eine Fussnote sind die 132 Stimmen, die der im Kanton Schwyz niedergelassene Tennisstar Roger Federer erhielt. Facebook hatte zur Wahl des Spitzensportlers aufgerufen.

SDA

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