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Fulvio Pelli holt Rückstand auf – Kein Ständeratskandidat erreicht absolutes Mehr

Der Tessiner Nationalrat Fulvio Pelli (FDP) riskiert, abgewählt zu werden. In der Ständeratswahl schnitt der Bisherige Filippo Lombardi (CVP) am besten ab.

Persönliche Niederlage: Fulvio Pelli.
Persönliche Niederlage: Fulvio Pelli.
Keystone

Die Schlacht für Fulvio Pelli (FDP) ist noch nicht verloren. Nach Auszählung der Stimmen in 148 von 157 Tessiner Gemeinden hat der FDP-Parteipräsident den Rückstand aufgeholt und liegt knapp vor seinem Parteikollegen Giovanni Merlini.

Sollte sich dieser Trend bestätigen, würden Pelli und Ignazio Cassis (FDP) beide wiedergewählt.

Noch fehlen die beiden grössten Tessiner Städte Lugano und Bellinzona. Für den FDP-Parteipräsidenten bleibt die Wahl im Tessin also bis zur letzten Minute hochspannend.

Sicher scheint dagegen, dass die FDP ihren dritten Sitz abgeben muss. Auch die Sozialdemokraten verlieren voraussichtlich einen von zwei Sitzen.

Als Gewinner der Wahlen zeichnen sich Lega und SVP ab. Die Lega gewinnt einen zweiten Sitz hinzu, die Tessiner SVP zieht voraussichtlich mit dem kantonalen Parteipräsident Pierre Rusconi erstmalig ins Bundesparlament ein.

Kein Tessiner Ständeratskandidat erreicht das absolute Mehr

Bei den Tessiner Ständeratswahlen hat kein Kandidat das absolute Mehr geschafft. Mit dem besten Ergebnis schnitt der Bisherige Filippo Lombardi (CVP) ab. Fabio Abate (FDP) liegt knapp vor Franco Cavalli (SP) und Sergio Morisoli (Lega/SVP/ Indipendenti).

Für Ständerat Filippo Lombardi sollte der zweite Wahlgang am 20. November kein Risiko darstellen. Der CVP-Mann, der das Tessin seit 1999 im Stöckli vertritt, erreichte in der ersten Runde 40,53 Prozent aller Stimmen.

Der bisherige Nationalrat Fabio Abate konnte 34,43 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und lag im ersten Wahlgang vor Franco Cavalli (32 Prozent) und Sergio Morisoli (30,66 Prozent). Die Prophezeiung, die Tessiner FDP könnte durch das Ausscheiden von Dick Marty ihren Sitz im Ständerat verlieren, scheint sich demnach nicht zu bewahrheiten.

Dennoch ist zu erwarten, dass es im zweiten Wahlgang zu einem knappen Rennen zwischen dem Juristen Abate, dem Krebsforscher Cavalli und dem Wirtschaftsexperten Morisoli kommen wird.

Erwartungsgemäss ohne Chancen blieben Germano Mattei (MontagnaViva) und Domenico Zucchetti (Vicinanza). Deren prozentualer Stimmenanteil blieb im einstelligen Bereich. Mit 8,10 Prozent der Stimmen hat Mattei aber das Recht, am zweiten Wahlgang teilzunehmen.

Die Wahlbeteiligung bei den Ständeratswahlen im Tessin lag bei 51,09 Prozent (2007: 46,7 Prozent).

SDA

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