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«Endlich geht ein Ruck durch die Schweiz»

Die Verluste der SVP haben Signalcharakter, doch BDP und GLP seien jetzt gefordert: Die Leserkommentare zum Wahlsonntag.

Ihre Wiederwahl wird von jeder einzelnen Stimme abhängen: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.
Ihre Wiederwahl wird von jeder einzelnen Stimme abhängen: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.
Keystone
Ist «dort angekommen, wo liberale Parteien im internationalen Vergleich sind»: FDP-Präsident Fulvio Pelli.
Ist «dort angekommen, wo liberale Parteien im internationalen Vergleich sind»: FDP-Präsident Fulvio Pelli.
Keystone
... und im Gemeindehaus in Lindau ZH am Sonntag, 23. Oktober 2011.
... und im Gemeindehaus in Lindau ZH am Sonntag, 23. Oktober 2011.
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«Endlich geht ein Ruck durch die politische Landschaft der Schweiz», freut sich Rudolf Graf. Das Wahlresultat lässt für Ralph Sommerer nur eine Deutung zu: «Wenn es um Themen geht, dann funktioniert die Angstmacherei der SVP offenbar einigermassen. Aber Ständeratswahlen sind Personalwahlen, und die Exponenten der SVP sind für das Wahlvolk schlicht und einfach unwählbar.»

Lilly Pabst betrachtet die BDP-Sitzgewinne skeptisch: «Die BDP ist ja 'nur' eine Abspaltung der SVP und inhaltlich nicht gross anders. Ob man da wirklich von einer Schwächung des ultrarechten Flügels sprechen kann...?»

«Beweisen, dass sie nicht nur ein Hype sind»

«Wichtig ist, dass die SVP gebremst wurde. Das hat Signalcharakter», so Robi Kellerhals. Für Markus Hasler ist das Wahlresultat der SVP «angesichts der Mittel, die sie eingesetzt hat, eine grosse Schlappe». Hans Abbühl sieht es anders. Wer schon stark sei, für den sei es eben schwieriger, noch stärker zu werden. Kaspar Heer denkt bereits an die Bundesratswahlen: «Jetzt je einen GLP- und GP-Bundesrat auf Kosten von SP und FDP - und die Wahl hat wirklich was verändert!»

«Die BDP und die GLP wurden hauptsächlich gewählt, weil sie noch 'unverbraucht' sind», ist Roland Kämpe überzeugt. Das starke Wachstum der beiden Parteien werde überschätzt. Bruno Wegmüller sieht die beiden Parteien nun besonders in der Verantwortung: «Sie müssen in den nächsten vier Jahren beweisen, dass sie nicht nur ein Hype sind.»

«Gewaltige Ohrfeige»

Nicht nur die Parteien sind ein Thema, sondern auch die Gewählten. Nachdem FDP-Ständeratskandidatin Karin Keller-Sutter den Sprung ins Stöckli geschafft hat, schlägt Leserin Tamara Koehler bereits ein weiteres Amt für sie vor: «Jetzt muss sie Präsidentin der FDP werden! Sie hat gezeigt, wie man in der Politik trotz Dauerbeschuss Erfolg hat.» Barbara Fischer ist überzeugt, dass Christoph Blocher im zweiten Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen «eine gewaltige Ohrfeige» kriegen wird. Es reiche bei Majorzwahlen nicht aus, nur vom «eigenen Partei-Stimmvolk Stimmen zu kriegen.»

Schliesslich wird auch über die Abgewählten diskutiert. Beim Zuger Jo Lang gehen die Meinungen auseinander. «Es war Zeit, dass er abgewählt wurde. Lang konnte nicht einmal mehr die links-grünen Parteien überzeugen», schreibt Annemay Ruhstaller. Simon Hirter sieht das ganz anders: Der Nationalrat habe mehr geleistet als die meisten SVP-Parlamentarier.

Schlüers zweite Abwahl

Mehrere Kommentatoren befassen sich mit der erneuten Nichtwahl von SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer. Er wurde bereits 2007 abgewählt, rutschte dann aber nach. «Er dürfte deshalb einer der wenigen Nationalräte sein, denen die grosse Ehre zuteil wird, zweimal abgewählt zu werden», schreibt Philip Santschi.

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