Bern

Überraschung: GLP unterstützt SP-Kandidatin Ursula Wyss

BernDie Grünliberalen (GLP) empfehlen Ursula Wyss (SP) als Stadtpräsidentin. Sie habe bei einem Hearing mehr überzeugt als der Grüne Alec von Graffenried.

Ursula Wyss kann sich freuen: Auch die Grünliberalen empfehlen sie für den zweiten Wahlkampf.

Ursula Wyss kann sich freuen: Auch die Grünliberalen empfehlen sie für den zweiten Wahlkampf. Bild: Andreas Blatter

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«Die Grünliberalen der Stadt Bern empfehlen für die Stichwahl zum Stadtpräsidium vom 15. Januar 2017 Ursula Wyss», das teilte die Partei am Dienstagabend mit. Der Entscheid hätten die die Grünliberalen nach einer Anhörung der beiden Kandidierenden und anschliessender intensiver Diskussion gefällt.

Dabei seien sich die Anwesenden einig gewesen, dass es zwischen Ursula Wyss und Alec von Graffenried inhaltlich wenig Unterschiede gibt und es deshalb um eine Persönlichkeitswahl geht. Bei der Beurteilung der beiden Personen seien die Meinungen stark auseinander gegangen. «Der Entscheid fiel schliesslich sehr knapp zu Gunsten von Ursula Wyss aus», schreiben die Grünliberalen.

Ursula Wyss habe bei ihrem Auftritt überzeugender gewirkt und die positiven Erfahrungen in der bisherigen Zusammenarbeit mit ihr in der städtischen Politik hätten den Auschlag gegeben. Für Alec von Graffenried sprachen die punktuell etwas grössere Nähe zu grünliberalen Positionen und sein Potenzial als Brückenbauer zwischen den politischen Lagern. Ein Antrag auf Stimmfreigabe sei knapp abgelehnt worden.

Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

Im ersten Wahlgang von Ende November war von Graffenried auf 13'846 Stimmen gekommen. Wyss brachte es auf 12'368 Stimmen. Auf dem dritten Rang folgte Franziska Teuscher vom Grünen Bündnis mit 6916 Stimmen. Teuscher nahm sich kurz darauf aus dem Rennen. Ihre Partei unterstützt ebenfalls Wyss.

Unterstützung für Wyss gibt es nebst ihrer eigenen Partei auch von den Jungen Alternativen. Die GPB-DA hält sich noch bedeckt. Die Alternative Linke (AL) gibt keine Wahlempfehlung heraus.

Von Graffenried punktet dagegen in der politischen Mitte und bei Bürgerlichen. Ausdrücklich zur Wahl empfohlen haben ihn bislang FDP, BDP und EVP. (ngg/pd/sda)

Erstellt: 20.12.2016, 21:10 Uhr

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