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Berner Handballer im AuslandVon gut bis aussen vor

In der Saison 2019/20 haben die Berner in der Bundesliga überzeugt. Schlecht lief es hingegen den beiden in Frankreich engagierten Akteuren.

Lenny Rubin (Mitte) ist im Nationalteam und bei Wetzlar zur festen Grösse geworden.
Lenny Rubin (Mitte) ist im Nationalteam und bei Wetzlar zur festen Grösse geworden.
Foto: Heinz Diener

Corona-bedingt ist inzwischen auch in der Bundesliga und der französischen Spitzenklasse die Saison beendet worden: Auch die ausserhalb der Landesgrenzen im Einsatz stehenden Berner werden nicht mehr für ihre Clubs auflaufen. Sie haben unterschiedlich erfolgreiche Monate hinter sich.

Lenny Rubin (24/Rückraum/HSG Wetzlar/27 Spiele/68 Tore): Der Thuner hat sich in der stärksten Liga der Welt etabliert. Noch sind seine Darbietungen nicht immer konstant, immer wieder gelingt es dem mit 2,05 m grossen Rechtshänder aber, entscheidende Akzente zu setzen. Zuletzt am 5. März, als er beim 31:30-Erfolg gegen Göppingen sieben Tore erzielte. Auf Rubin setzen die Hessen auch in Zukunft; sein Vertrag wurde bis 2022 verlängert.

Alen Milosevic (30/Kreis/DHfK Leipzig(22 Spiele/23 Tore): Milosevic verpasste wegen einer Verletzung am Syndesmoseband im Herbst 2019 vier Partien, nahm am Kreis aber sonst die gewohnte Rolle des routinierten Teamleaders ein. Erhält er eine Abschlussgelegenheit, ist er ein sicherer Werfer, 76,67 Prozent der Bälle fanden den Weg ins gegnerische Tor. Der Berner ist einer der beiden Kapitäne des Teams. Er plant, auch nach dem Ende seiner Karriere in Leipzig wohnhaft zu bleiben. Seinen Vertrag hat er bis 2023 verlängert.

Samuel Röthlisberger (23/Abwehr und Kreis/TVB Stuttgart/5 Tore): Zweikampfstark, abgebrüht und wissbegierig: So wird der Oberaargauer in einem Text beschrieben, den die Stuttgarter auf ihrer Website veröffentlicht haben. Als zentraler Abwehrspieler agiert er auch auf international beachtlichem Niveau; im Defensivzentrum ist Röthlisberger gesetzt. Noch wenig zum Zug kommt er im Angriff; dies soll sich allerdings ändern. Er ist in Zukunft als zweiter Kreisläufer eingeplant.

Nikola Portner (26/Torhüter/Montpellier/1 Parade): im Nationalteam ist er als Nummer 1 gesetzt, im Verein hingegen hat er eine ganz schwierige Saison hinter sich. Portner wurde in Montpellier aufs Abstellgleis gestellt. Als Nummer 3 kam er in der Meisterschaft lediglich am Anfang der Saison zu drei Kurzeinsätzen. Beim Ligakonkurrenten Chambéry will er 2020/21 wieder regelmässig im Tor stehen.

Lukas von Deschwanden (30/Rückraum/Chambéry/10 Spiele/3 Tore): Auch bei seiner zweiten Auslandsstation vermochte sich der ehemalige Leistungsträger von Wacker Thun nicht durchzusetzen. Sowohl in Stuttgart wie in Frankreich schaffte er den Sprung zum Stammspieler nicht, in der Liga traf er lediglich bei den ersten beiden Spielen im September. Ein Zeckenbiss und eine Fussverletzung hinderten ihn zusätzlich daran, in der Fremde Fuss zu fassen. Kehrt nun zu Wacker zurück.

Viktor Glatthard (26/Kreis/Abwehr/Haslum (NOR): Hat sich als starker Abwehrspieler im Team etabliert, zog mit Haslum in den Cupfinal ein, der allerdings verloren ging. Spielt in der nächsten Saison wieder mit Nicolas Suter zusammen, den es ebenfalls von Wacker nach Norwegen zieht.