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Coaching in der LandwirtschaftVom «Bschüttidoktor» zum Wegweiser aus der Not

So mancher erschöpften Bauernfamilie half er, einen Weg aus der Krise zu finden. Jetzt geht Ernst Flückiger in Pension. Aber der Zollbrücker hilft weiterhin.

Ernst Flückiger kennt so ziemlich alle Facetten der Landwirtschaft – insbesondere auch die sozialen.
Ernst Flückiger kennt so ziemlich alle Facetten der Landwirtschaft – insbesondere auch die sozialen.
Foto: Franziska Rothenbühler

«Etwas läuft falsch.» Es war vor etwa 20 Jahren, als Ernst Flückiger auf den Bauernhöfen zunehmend Ungutes feststellte. Er war damals noch Standortleiter am Inforama Emmental und unter anderem als Futterbau-Berater tätig. Da bat eine Bäuerin um seinen Besuch auf ihrem Biobetrieb.

Dort grassierte die Blackenplage. Schon 17 Ladewagen voll des Krauts, das die Kühe verschmähen, hatte sie ausgestochen und abtransportiert. Und sie sah kein Ende. «Plötzlich begann sie zu weinen», erzählt Flückiger. Sie berichtete von ihrem Mann, der am Morgen die Stallarbeit erledige, dann der Frau Befehle erteile, bevor er den ganzen Tag auswärts arbeite, um sie am Abend auszuschimpfen, wenn etwas nicht erledigt war. «I ma nümm, i cha nümm, u i wott ou nümm», habe sie geseufzt.

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