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Altersheim-Pflegepersonal am Limit«Völlig ausgelastet, Burn-out, Berufswechsel»

In der Corona-Krise opfern sich Pflegende in Altersheimen auf, doch die Anerkennung bleibt symbolisch. Viele sind selber erkrankt oder leiden bis heute unter den traumatischen Erlebnissen.

«Wir schaffen das»: Die Pflegenden machten sich in der Pandemie gegenseitig Mut.
«Wir schaffen das»: Die Pflegenden machten sich in der Pandemie gegenseitig Mut.
Foto: Boris Müller

Lange bleibt das «Haus zur Heimat» verschont. Doch dann geht es schnell. «Das Coronavirus hat uns wie eine Bombe getroffen», sagt Sonja Hasler, leitende Pflegefachfrau Höhere Fachschule im Oltener Altersheim. Am 1. Dezember 2020 gibt es dort erst einen bestätigten Fall. Zwölf Tage später sind bereits 62 von 66 Bewohnern infiziert. Auch die Hälfte der Belegschaft steckt sich an.

«Wir hatten keine andere Wahl, als zu funktionieren», sagt Hasler. «Man hatte zu wenig Zeit, zu wenig Pflegepersonal. Es war ein enormer Druck.» Die Isolation der Bewohner, die vielen Erkrankten und später auch Toten, das habe ihr zugesetzt. «Es hatte sicher psychische Folgen, man entwickelte Albträume.»

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