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Gemeindeversammlung LauenenVier Neue im Gemeinderat

Vier neue Gemeinderatsmitglieder und Verpflichtungskredite in der Höhe von 243’000 Franken: Die Gemeindeversammlung wurde trotz Corona abgehalten.

Sie sitzen ab dem 1. Januar 2021 im Gemeinderat von Lauenen (v.l.): Claudia Ryter, Andreas Brand, Daniela Addor und Kurt von Siebenthal.
Sie sitzen ab dem 1. Januar 2021 im Gemeinderat von Lauenen (v.l.): Claudia Ryter, Andreas Brand, Daniela Addor und Kurt von Siebenthal.
Foto: Kerem S. Maurer

«Wir haben alles darangesetzt, diese Versammlung physisch abzuhalten, damit sich die Nominierten persönlich äussern können», begründete Lauenens Gemeindepräsident Jörg Trachsel die Durchführung der ordentlichen Gemeindeversammlung. Dabei wurde penibel auf die Einhaltung der Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), wie Hände desinfizieren, Abstand halten und Masken tragen, geachtet.

Nachdem fünf Nominierte vor der Wahl ihren Verzicht erklärt hatten, wählten die 98 Stimmberechtigten – dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 17 Prozent – im ersten Wahlgang mit dem absoluten Mehr (50 Stimmen) Claudia Ryter mit 74 und Daniela Addor mit 67 Stimmen.

Im zweiten Wahlgang schafften es Andreas Brand (55 Stimmen) und Kurt von Siebenthal (51 Stimmen). Damit sitzen neu zwei Frauen im Gemeinderat, der bislang nur von Männern besetzt war.

Ab Januar nicht mehr im Amt sind Martin Annen, Philipp Brand, Ulrich Reichenbach und Bruno Ryter.

Verpflichtungskredite bewilligt

Der gegenwärtige Zustand des Gehwegs Chämelistrasse sei nicht mehr zufriedenstellend, erklärte der scheidende Gemeinderat Bruno Ryter, als er der Versammlung einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 68’000 Franken zur Genehmigung nahelegte.

Nicht zuletzt um den Bewirtschaftungsaufwand in Grenzen zu halten, will man auf den geplanten Grünstreifen zwischen Strasse und Fussweg verzichten. Stattdessen soll der Weg ab der Einmündung Staatsstrasse bis zur Milchsammelstelle asphaltiert und gegenüber der Chämelistrasse mit Stellplatten niveaugleich abgetrennt werden.

Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf eine halbe Million Franken, an denen sich Bund und Kanton zur Hälfte beteiligen.

Dieser Verpflichtungskredit wurde ebenso genehmigt wie der Beitrag von 175’000 Franken an die Weggenossenschaft Hintersee für Sanierungsmassnahmen an der Hinterseestrasse. Die Brücke über den Weerebach soll ersetzt und eine Teilstrecke von 250 Metern Länge verbreitert werden. Auch die mit einer Fräsgutschicht abgedeckten Strecken auf einer Länge von 1320 Metern sollen saniert und zwei neue Ausweichstellen gebaut werden.

Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf eine halbe Million Franken, an denen sich Bund und Kanton zur Hälfte beteiligen. An die verbleibenden Kosten leistet die Gemeinde gemäss Strassen- und Wegreglement maximal 70 Prozent, sprich 175’000 Franken.

Budget genehmigt

Auch das Budget 2021 wurde genehmigt. Dieses schliesst im Gesamthaushalt mit einem Aufwandüberschuss von 115’100 Franken ab. Der allgemeine, steuerfinanzierte Haushalt schliesst ausgeglichen. Das Budget beruht auf einer Steueranlage von 1,7 Einheiten und unveränderten Gebührenansätzen.

Die Mehrerträge durch die Neubewertung der nichtlandwirtschaftlichen Liegenschaften werden sich bei den Vermögenssteuern auswirken, prophezeite Gemeindeverwalter Hansueli Perreten. Ebenso herrsche eine gewisse Corona-bedingte Unsicherheit. Dennoch wurde der Steuerertrag mit 2,4 Millionen Franken optimistisch budgetiert.

Die bei Einführung von HRM2 berechnete Neubewertungsreserve von 1,2 Millionen Franken werde in die Schwankungsreserve überführt statt über die Erfolgsrechnung aufgelöst. Und: Der Gemeinderat beabsichtige, über 100’000 Franken in den Werterhalt der in die Jahre gekommenen Liegenschaften des Finanzvermögens einzulegen.