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LeserreaktionenVerhalten wie es sich gehört

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Verantwortung übernehmen und sich verhalten wie es sich gehört, betont eine Leserin in ihrem Leserbrief.
Verantwortung übernehmen und sich verhalten wie es sich gehört, betont eine Leserin in ihrem Leserbrief.
Getty Images/iStockphoto

Zum Interview mit Alt-Bundesrätin Eveline Widmer Schlumpf: «Viele Ältere schauen nur auf sich»

Verhalten, wie es sich gehört: als Vorbild

In bin auch in der Liga der über 65-Jährigen und kann diesen Artikel nur unterstützen. Wer in einem höheren Alter ist und sich sagt, «ich habe mein Leben gelebt, und wenn es mich erwischt, Pech gehabt», handelt egoistisch und verantwortungslos. Wer krank ist, beansprucht selbstverständlich ein Spitalbett und Intensivpflege und nimmt dadurch einer jüngeren Person, welche das Leben noch vor sich hat, den Platz weg. Darum, weg mit Sturheit und Intoleranz, übernehmen wir alle Verantwortung und verhalten uns, wie es sich gehört. Nämlich als Vorbild.

Werner Haldemann, Kirchlindach

Das Swissair Grounding ein zweites Mal vergolden

Wie ist es möglich, dass jetzt anscheinend über eine milliardenschwere Stütze für Swiss Airlines nachgedacht wird, sprich für die deutsche Lufthansa, welche die damalige Swissair dem Bund zu einem Schundpreis abluchsen konnte? Die Lufthansa, einen ausländischen Konzern mit klaren Eigeninteressen, der gleichzeitig mit der «Swissness» Milliarden verdient. Der Bund würde faktisch mit Steuergeldern das Swissair- Grounding ein zweites Mal vergolden. Selbst Notrecht ist kein Freipass, um derartige Abenteuer unkontrolliert einzugehen.Werner Wiedmer, Biel

Zugeständnisse kämen einem Kniefall gleich

Die Swiss begehrt schweizerische Gelder (Staatshilfe) wegen der Corona-Krise. Die Swiss gehört jedoch der Lufthansa und ist somit eine deutsche Firma. Zugeständnisse irgendwelcher finanzieller Art an die Swiss sind gleichzustellen mit einem Kniefall vor Deutschland und der EU, was vor dem Hintergrund der derzeitigen Grenzpolitik unentschuldbar wäre.Pascal Chevallier, Hinterkappelen

Zur Corona-Pandemie

Die Wende bringt ein winziges Coronavirus

Erstaunlich: Unsere Erde ächzt und stöhnt seit Jahrzehnten, Insekten werden zur Seltenheit, das Trinkwasser ist verseucht, die Luft verschmutzt, Seen und Meere voller Plastik, wir sind umgeben von Gift, Gestank, Lärm, Lichtverschmutzung und Elektrosmog. Und es passiert: nichts. Die Wende bringt ein winziges Coronavirus. Das Mobilitätsproblem löst sich ebenso in Luft auf wie die Staus auf den Strassen, die Luft wird innert Kürze reiner, die Leute bewegen sich in der Natur statt im Fitness-Center – und merken, dass es auch geht, ohne ständigen Konsum. Atempause. Zeit, innezuhalten und in Ruhe zu überlegen, ob die Globalisierung und unser Wirtschaftsmodell dem Menschen und unserer Grundlage Erde dient – oder ob es genau umgekehrt sein könnte? Ruth Sutter, Belp

Zu «Bund soll seine Dächer Privaten überlassen»

Stärker als die Vernunft

Auch hier wird wieder gebastelt und Alibipolitik betrieben. Das ist reine Zeitverschwendung und schlicht zu kompliziert. Nachdem die Möglichkeit technischer Nutzung von Sonnenenergie bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich entdeckt worden war, sind wir heute in einer «elektronischen Welt», fast zweihundert Jahre später, nicht in der Lage, diese sehr umweltfreundliche und nachhaltige Energiequelle flächendeckend zu nutzen. Warum ist das so? Ganz einfach: Weil die Lobbyisten von Energiequellen wie Gas, Kohle und Öl stärker sind als die Vernunft. Es geht letztlich bloss um Geld und somit Macht.

Mark Gasche, Kirchberg