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Neue Spuren im Fall Daphne GaliziaVerdächtiger im Mord an Journalistin erhielt Millionen über die Schweiz

Eine geheime Firma, ein reicher Unternehmer, der auf seiner Jacht in Malta festgenommen wurde, und Spuren, die nach Genf führen – die neue Recherche zum Fall Daphne Galizia.

Demonstranten verlangen den Rücktritt des Premierministers von Malta am 20. November 2019. Davor wurde ein Geschäftsmann verhaftet mit Verbindungen in die Regierung – und in die Schweiz.
Demonstranten verlangen den Rücktritt des Premierministers von Malta am 20. November 2019. Davor wurde ein Geschäftsmann verhaftet mit Verbindungen in die Regierung – und in die Schweiz.
Foto: Reuters

Vor genau drei Jahren, am 16. Oktober 2017, wurde die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia von einer Autobombe zerrissen. Ihr Sohn stand hilflos vor dem brennenden Wrack. Der Fall erschüttert ganz Europa, bis heute.

Jetzt zeigen Recherchen: Eine aus der Schweiz gesteuerte Briefkastenfirma zahlte Millionen in eine schwarze Kasse des Hauptverdächtigen. Die Ermittler in Malta glauben, dass Galizia ermordet wurde, weil sie über diese Kasse schreiben wollte.

Drei Jahre dauerte es, bis die Ermittler dieses mögliche Mordmotiv aufdeckten. Zwar konnten sie schon wenige Wochen nach der Tat drei Verdächtige festnehmen. Sie sollen den Sprengsatz im Auto der Journalistin platziert und ihn per SMS gezündet haben. Doch erst 2018 nannte einer der drei den Mittelsmann, der sie bezahlte. Und der wiederum erklärte, er habe den Mordauftrag erhalten von einem Mann namens Yorgen Fenech.

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