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Mehrfache KnochenbrücheVater hat seinen Sohn nicht vorsätzlich verletzt

Wegen Kindesmisshandlung steht ein Vater vor dem Regionalgericht Emmental-Oberaargau. Dass er seinem Jungen die Beine absichtlich gebrochen hat, kann das Gericht allerdings nicht nachweisen.

Der 28-Jährige könnte seinen Sohn auch beim Spielen verletzt haben.
Der 28-Jährige könnte seinen Sohn auch beim Spielen verletzt haben.
Foto: Getty Images

Ein Vater aus dem Emmental soll seinem Sohn die Beine mehrfach gebrochen haben. Sieben Wochen alt war der Säugling, als es passierte. Weil der kleine Junge am Fuss eine Verletzung und Fieber hatte, ging die Mutter mit ihm erst zum Arzt und später ins Berner Inselspital. Die Röntgenaufnahmen im Spital zeigten acht Frakturen an Oberschenkeln und Schienbeinen. Die Kinderschutzgruppe wurde eingeschaltet.

Seit Dienstag steht der 28-jährige Vater vor dem Regionalgericht Emmental-Oberaargau. Der schwerste Anklagepunkt: vorsätzliche Körperverletzung. Davon spricht ihn das Gericht aber frei. Zwar geht der Gerichtspräsident davon aus, dass der Vater seinem Sohn die Brüche zugefügt hat. Der Junge sei in seinen ersten Wochen nie mit anderen Personen als den Eltern alleine gewesen. Und sämtliche Befragte trauten der Mutter die Tat nicht zu. Beim Vater hingegen würde sie ins Gesamtbild passen, so der Richter.

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