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LeserreaktionenUtopisches Allgemeinwohl

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Laut Roger de Weck könnte die Klimajugend unsere Demokratie stärken.
Laut Roger de Weck könnte die Klimajugend unsere Demokratie stärken.
Raphael Moser

Zu «De Wecks radikale Ideen»

Utopisches Allgemeinwohl

Roger de Weck schlägt unter anderem einen Bundestransparenzhof vor, der neue Gesetze auf die Frage prüft, ob sie tatsächlich dem Allgemeinwohl und nicht Partikularinteressen dienen. Der Vorschlag wird im Artikel als «spektakulär» betitelt. Es stimmt mich sorgenvoll, dass solch ein Vorschlag einerseits notwendig scheint und andererseits als utopisch abgestempelt wird. Wenn Allgemeinwohl spektakulär wirkt, ist der Status quo schlicht dystopisch.

Jan Burckhardt, Ostermundigen

Zitat des Tages

«Wenn Allgemeinwohl spektakulär wirkt, ist der Status quo schlicht dystopisch.»

Jan Burckhardt, Ostermundigen

Zu «Auf Saanen wartet ein Millionensegen»

Eigentümer erhalten keine Gegenleistung

Vor einigen Monaten hat diese Zeitung eine Studie publiziert, welche aufgezeigt hat, dass bei den natürlichen Personen der untere und der obere Mittelstand für den grössten Teil der Steuereinnahmen aufkommen. Genau diese Gruppe nimmt jetzt der Berner Steuervogt mit seiner Absicht, die amtlichen Werte von Wohneigentum in völlig absurder Weise zu erhöhen, ins Visier. Und was erhält der Eigentümer dafür als Gegenleistung? Nichts, zumindest, solange er nicht verkauft, und dann streckt der Fiskus über die Gewinnsteuer erneut die Hand aus. Zustand, Lage, Komfort usw. der Liegenschaft verbessern sich mit der «Papier-Werterhöhung» nicht, im Gegenteil: Unterhaltsbedarf, Immissionen und neue Vorschriften nehmen laufend zu.

Oskar Gabi, Saanen

Zu «Wenn es zum Leben knapp reicht»

Es sollte möglich sein, die Heiratsstrafe auszugleichen

Schon seit 34 Jahren wird in Bern durch unsere Volksvertreter über die Heiratsstrafe diskutiert. In der Frühlingssession 2018 hatte der Nationalrat grünes Licht zur Aufhebung der Heiratsstrafe bei der AHV gegeben. Nachher wurde das Thema allerdings wieder schubladisiert. Die neuste Variante ist jetzt, dass man mittels einer Initiative den Rentnern eine 13. AHV-Rente auszahlen will. Doch was ist mit dem Entscheid des Nationalrates? Wir sind die Generation, die jahrelang durch die Heiratsstrafe bei den Steuern bestraft wurde. Jetzt geht es weiter bei der AHV. Es sollte doch möglich sein, endlich, wenigstens bei der AHV, diese Strafe auszugleichen. Dass das mehr kostet, ist mir bewusst. Man betrachte aber nur einmal die Millionen Franken Überschuss, die die Nationalbank und der Bund zur Verfügung haben.

Peter Fahrni, Emmenbrücke

Zu «Postmitarbeiter sollen Stopp-Werbung-Kleber entfernen»

Der 1. April ist doch noch lange nicht

Es reicht noch nicht, dass überall Poststellen geschlossen werden. Nun sollen Werbekleberverbote auch noch von Postboten entfernt werden. Warum nur im Kanton Bern und nicht gesamtschweizerisch? Der 1. April ist doch noch lange nicht.

Anne Sollberger, Niederwangen