Zum Hauptinhalt springen

«Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück»

Jubelnde Rechtspopulisten, Intellektuelle in Schockstarre. Das sind die ersten Reaktionen zu Trumps Siegeszug.

Freude beim niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders: «Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück.» Der Anwalt und Polit-Aktivist im Frühjahr 2016 in Amsterdam.
Freude beim niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders: «Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück.» Der Anwalt und Polit-Aktivist im Frühjahr 2016 in Amsterdam.
Peter DeJong

Schon bevor das Ergebnis endgültig war, trudelten bereits die ersten Glückwünsche beim neuen US-Präsidenten Donald Trump ein. Derweil reagieren Intellektuelle schockiert über seinen Sieg.

In seinem Essay «Unser unbekanntes Land», veröffentlicht in der «New York Times», schreibt Star-Ökonom Paul Krugman: «Wir lagen so falsch.» Er und Gleichgesinnte hätten einen Sieg des «ungeeigneten, unfähigen, lächerlichen» Kandidaten Donald Trump niemals für möglich gehalten. «Ist Amerika ein gescheiterter Staat, eine gescheiterte Gesellschaft?», fragt der Wirtschaftswissenschaftler. Seine desillusionierte Antwort: «Möglicherweise ja.»

Mit Ursula von der Leyen hat sich das erste deutsche Regierungsmitglied schon vor dem Ausgang der Wahl zu Donald Trumps Durchmarsch geäussert. Die Verteidigungsministerin und CDU-Politikerin kommentiert dessen Erfolg in der ARD als «schweren Schock» und geht von einem politischen Beben aus. Europa müsse sich auf Veränderungen einstellen.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erwartet nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten schwierigere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Das politische System der USA habe allerdings immer wieder Ausschläge erlebt und sei stark genug auch für eine Präsidentschaft des Republikaners Trump, sagte der SPD-Politiker am Mittwochmorgen in der ARD.

Schulz verglich Trumps Wahlsieg mit der Entscheidung der Briten für das Ausscheiden aus der Europäischen Union. Viele Menschen fühlten sich nicht ernst genommen und protestierten mit ihrer Stimme. «Man muss genau hinhören», sagte Schulz und sprach von einem Lehrstück. Ähnlich grosse Verwerfungen wie in den USA gebe es in Europa allerdings nicht.

«Mr. Brexit» und Ex-Ukip-Chef Nigel Farage kann am frühen Morgen in der US-Botschaft in London seine Freude über einen möglichen Donald Trump als Präsidenten nicht verhehlen. Er sieht sich schon in der Rolle des künftigen EU-Botschafters von Trump.

Unverhohlene Freude auch bei Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen. Sie gratulierte dem «neuen Präsidenten» Donald Trump schon, bevor das Wahlergebnis definitiv feststand:

Auch von seiner Seite war keine andere Reaktion zu erwarten: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders schreibt auf Twitter «Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück»:

«Freuen wir uns darüber – es kommt gut!», äusserte sich laut «Blick» SVP-Nationalrat Andreas Glarner: «Es freut mich sehr, dass wohl die Republikaner und Donald Trump gewonnen haben. Ich bin überzeugt, dass Trump von vielen Medien schlechter dargestellt wurde, als er wirklich ist.» Arbeit und Leistung würden in Amerika bald wieder belohnt, Gesetz und Ordnung durchgesetzt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch