US-Börsen beenden turbulentes Jahr im Plus

Das Minus im Jahr 2018 war so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Für den Dow war es der schlechteste Dezember seit 1931.

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Die Wall Street hat zum Ausklang eines turbulenten Börsenjahres versöhnlichere Töne gefunden. Anzeichen von Fortschritten im Handelskonflikt der USA mit China versetzten Anleger in Kauflaune.

Der Dow-Jones-Index stieg um 1,2 Prozent auf 23.327 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,9 Prozent auf 2507 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 6635 Zähler. Der Handel war angesichts von Silvester jedoch dünn. In Europa hatten die meisten Börsen geschlossen, so auch in Frankfurt. Am Neujahrstag wird ebenfalls nicht gehandelt.

Trump optimistisch zu China

US-Präsident Donald Trump hatte sich am Samstag optimistisch zu einer baldigen Lösung im Handelsstreit mit China geäussert. Er habe ein «langes und sehr gutes Gespräch» mit Chinas Präsident Xi Jinping geführt, schrieb er auf Twitter. Es seien «grosse Fortschritte» erzielt worden.

Insgesamt war 2018 für die US-Börsen jedoch das schlechteste seit zehn Jahren. Der Dow verlor in den vergangenen zwölf Monaten 5,6 Prozent, der S&P 6,2 Prozent und die Nasdaq 3,9 Prozent. Für alle drei Indizes war es der grösste jährliche Rückgang in Prozent seit 2008. Der Rückgang im Dezember fiel auch deutlich aus: Nach Punkten sind Dow und S&P 500 zuletzt 1931 in diesem Masse gefallen.

Renditen gefallen

Der Markt habe sich zu grossen Teilen des Jahres stark gezeigt, sagte Marktstratege JJ Kinahan von TD Ameritrade. Aber im letzten Quartal sei die Lage etwas aus dem Ruder gelaufen. Es habe zu viele Unbekannte gegeben, die Marktteilnehmer seien nervös geworden. Das werde sich auch zu Beginn des neuen Jahres fortsetzen.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa eine Milliarde Aktien den Besitzer. 2685 Werte legten zu, 1112 gaben nach und 157 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,08 Milliarden Aktien 2029 Werte im Plus, 1118 im Minus und 127 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die Kurse, im Gegenzug fielen die Renditen. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 103-14/32. Die Rendite sank auf 2,7253 Prozent. Der 30-jährige Bond liess 6/32 auf 106-18/32 Federn und rentierte mit 3,0390 Prozent.

oli/Reuters

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