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Gemeinderat Huttwil informiertUrne ist nicht gleich Versammlung

In der Gemeindeverwaltung und im Werkhof wurden Stellen abgebaut.

Im Stadthaus in Huttwil wurden dieses Jahr Stellen abgebaut.
Im Stadthaus in Huttwil wurden dieses Jahr Stellen abgebaut.
Foto: Thomas Peter

Die Gemeindeversammlung von Huttwil vom 2. Dezember war bereits im Anzeiger publiziert, da entschloss sich der Gemeinderat angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie, diese durch eine Urnenabstimmung zu ersetzten. Die bernischen Regierungsstatthalter hatten diese Alternative für diesen Winter möglich gemacht.

Das hat jedoch nun Auswirkungen auf die Information zur Versammlung, wie Geschäftsleiter Martin Jampen erklärt. «Aufgrund der Zustellungsfristen lag es nicht mehr drin, die Botschaft anzupassen.» Informationen, die an der Versammlung mündlich und mit einer Präsentation bekannt gegeben worden wären, fehlen deshalb. Dazu gehört, dass der Gemeinderat aufzeigt, wie sich der Stellenetat im laufenden Jahr entwickelte. Dazu ist er gemäss Organisationsreglement verpflichtet. Deshalb liefert der Gemeinderat nun diese Information nach.

Minus 1,47 Vollzeitstellen

Zu Beginn des Jahres boten Gemeindeverwaltung und Werkhof 30,26 Vollzeitstellen an. Im Verlauf des Jahres ging diese Zahl auf 27,79 Stellen zurück – ein Minus von 1,47 Stellen. Dies trotz Einführung der Schulsozialarbeit. Von der Schule war bisher bloss eine Vollzeitstelle im Etat der Gemeinde aufgeführt. Die Lehrerlöhne laufen über den Kanton. Neu sind es 1,7 Stellen. Dabei wird die Schulsozialarbeit vom Kanton subventioniert, und ein Teil kann den Nachbargemeinden verrechnet werden, weil diese mit ihnen zusammen organisiert wird.

In der Verwaltung wurden 1,6 Stellen eingespart, wobei rund eine halbe Stelle bloss zu den Hauswartungen verschoben wurde, weil deren Leiter Aufgaben von der Liegenschaftsverwaltung übernahm, erklärt Jampen. Die Aufgabenverschiebung erfolge im Zusammenhang mit der Arbeitsplatzbewertung in der Bauabteilung.

Der Aufwand in der Verwaltung habe aber auch dadurch abgenommen, dass Steuerpflichtige ihre Eingaben zunehmend online erfassen. Ein Teil der Einsparungen sei aber auch darauf zurückzuführen, dass Anlässe der Gemeinde wegen Corona nicht durchgeführt werden konnten. Diese Minderaufwände erlaubten es auch, mit dem Ausstellen von Betreuungsgutscheinen eine neue Aufgabe ohne Aufstockung des Etats zu übernehmen.

Kein Betriebsmechaniker mehr

1,1 Stellen abgebaut wurden schliesslich im Werkhof. Dort verzichtet die Gemeinde darauf, Unterhaltsarbeiten im Maschinenpark durch das Team selbst ausführen zu lassen, und hat deshalb zum Beispiel keinen eigenen Betriebsmechaniker mehr.

jr